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BauInfoConsult erwartet Comeback der Hochhäuser

(6.12.2021) Hochhäuser wurden in Deutschland in letzter Zeit eher gesprengt als neu gebaut. Doch die Bauflächenverknappung führt zu einem Umdenken - zu der Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie von BauInfoConsult zur projizierten Bautätigkeit bis 2023: So seien bei neu genehmigten Wohnhäusern ab 13 Stockwerken von 2021 bis 2023 zweistellige Zuwachsraten zu erwarten. Nicht zuletzt könnte auch das Bekenntnis der frischgebackenen Ampelkoalitionäre zu mehr sozialem Wohnungsbau diesen Trend noch weiter stützen.

Rein statistisch dominierten auch 2020 die Gebäude mit ein oder zwei Vollgeschossen die genehmigten Projekte im Wohnungsneubau - was auch an der Dominanz der Eigenheime liegt. Doch laut BauInfoConsult-Prognose wächst mit Blick auf die Genehmigungszahlen vor allem das Mehrfamilienhaussegment in den nächsten drei Jahren. Und das gilt zunehmend auch für das zwar kleine, aber dennoch deutlich im Anstieg befindliche Segment von Gebäuden mit acht oder mehr Stockwerken: Während die übrigen Gebäudegeschosskategorien – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Bau- und Grundstückspreise – geringeres Wachstum oder gar Stagnation bzw. Rückgang verzeichnen könnten, werden wohl die Flächen im Hochhaussegment zweistellig zulegen.

Der (Nischen-)Trend zum Hochhaus kommt im Neubau nicht von ungefähr: So bleibt Immobilienentwicklern in Ballungszentren mit hoher Wohnungsnachfrage und geringem Bauflächenangebot oft keine andere Option als auf dem ergatterten Grundstück in die Höhe zu bauen. Ein weiteres attraktives Merkmal von Hochhäusern ist, dass der Investor darin genügend Platz hat, um eine eventuell von der Kommune geforderte Mindestanzahl von Sozialwohnungen zu integrieren und daneben auch Eigentums- oder Mietwohnungen im hochpreisigen Segment in der Immobilie unterzubringen.

Positiv auf die Entwicklung des mehrgeschossigen Segments könnte sich auch die Ankündigung im Koalitionsvertrag der Ampelparteien auswirken, ein „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum“ ins Leben zu rufen. Unter anderem sollen die finanziellen Unterstützungsmaßnahmen des Bundes für den sozialen Wohnungsbau ausgebaut werden, um 100.000 öffentlich geförderte Wohnungen pro Jahr zu ermöglichen. Beim aktuell vielerorts niedrigen Baulandangebot liegt es auf der Hand, dass ohne mehr Bauen in die Höhe die Realisierung dieser Zielsetzung kaum gelingen dürfte.

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