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Förderpreis des Deutschen Stahlbaus 2026 zeichnet Nachwuchsarbeiten aus

(27.04.2026) Im Rahmen des DASt-Forschungskolloquiums 2026 in Berlin ist der Förderpreis des Deutschen Stahlbaus vergeben worden. Ausgezeichnet wurden Arbeiten von Studierenden und Absolventen, die sich mit aktuellen Fragestellungen im Stahl-, Metall- und Verbundbau befassen. Der Preis stellt die Rolle des Nachwuchses für die Weiterentwicklung der Baukultur in den Mittelpunkt.

Der Entwurf des Isarstegs in Freising verbindet Brückenbau, Architektur und Landschaft zu einem durchgängigen Ensemble (Bild: bauforumstahl e.V.) 

Das Kolloquium dient Promovierenden sowie jungen Ingenieuren als Plattform, um ihre Projekte vorzustellen und im Austausch mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis weiterzuentwickeln. Die prämierten Arbeiten zeigen die thematische Bandbreite aktueller Forschung.

Ausgezeichnet wurden unter anderem Nils Rittich und Markus Feldmann (RWTH Aachen) für ihre Arbeit zur Charakterisierung additiv gefertigter Stahlbauteile, Kira Buchenau und Max Spannaus (Universität der Bundeswehr München) für Untersuchungen zum Explosionsschutz kritischer Infrastrukturen sowie Marco Maibaum und Karsten Geißler (TU Berlin) für eine messdatenbasierte Bewertung von Temperatureinwirkungen bei Bestandsbrücken.

1. Platz: Isarsteg mit Flussbad in Freising

Der erste Preis ging an Lojaen Shahoud (Hochschule München) für den Entwurf „Isarsteg mit Flussbad in Freising”. Vorgesehen ist eine stützenfreie Stahlkonstruktion mit einer Spannweite von rund 60 m in Form eines Monocoque-Hohlkastens. Der Entwurf kombiniert Brückenbau, Architektur und Landschaftsgestaltung und sieht eine funktionale Trennung von Fuß- und Radverkehr auf unterschiedlichen Ebenen vor. Die Brücke ist Teil eines Ensembles aus Flussbad, Steganlagen und ergänzenden Baukörpern. Der Einsatz wetterfesten Stahls reduziert den Wartungsaufwand und unterstützt eine dauerhafte Nutzung.

1. Preis für das Projekt Isarsteg. Gewinnerin (mitte) Lojaen Shahoud (Bild: bauforumstahl e.V.) 

2. Platz: Modulare Aula für die Universität Bonn

Der zweite Preis wurde an eine studentische Arbeitsgruppe der RWTH Aachen (Jana Winkelmeyer, Angelina Schreyer, Bianka Oliwia Bojanowicz, Veliana Despodova, Kristin Luise Paul und Carolin Springob) vergeben. Der Entwurf zeigt eine modulare Aula, die auf einem Stahltragwerk mit vorgefertigten Holzbauelementen basiert. Das Konzept ist auf flexible Nutzung sowie einfache Montage, Demontage und Wiederverwendung ausgelegt und berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes.

Die temporäre Aula basiert auf einem modularen Stahltragwerk mit vorgefertigten Holzbauelementen und steht exemplarisch für zirkuläres, rückbaubares Bauen im Hochschulkontext. (Bild: bauforumstahl e.V.) 

Der Entwurf sieht eine funktionale Trennung von Fuß- und Radverkehr auf unterschiedlichen Ebenen vor und integriert das Brückenbauwerk in ein Ensemble aus Flussbad, Steganlagen und ergänzenden Baukörpern. Der Einsatz wetterfesten Stahls reduziert den Wartungsaufwand. Ergänzend werden Materialien verwendet, die eine Einbindung in den umgebenden Naturraum unterstützen.

Repräsentativ für die Arbeitsgruppe der RWTH Aachen mit dem 2. Preis für die modulare Aula. Gewinnerinnen (mitte): Jana Winkelmeyer und Angelina Schreyer (Bild: bauforumstahl e.V.) 

Anerkennungen für weitere Arbeiten

Zusätzlich wurden mehrere Arbeiten gewürdigt, die unterschiedliche Aspekte des Stahlbaus abdecken. Dazu zählen architektonische Entwürfe im städtebaulichen Kontext, Beiträge zur Weiterentwicklung bestehender Infrastrukturen sowie Untersuchungen zu modularen Brückensystemen und Monitoringverfahren.

Impuls für Forschung und Praxis

Der Förderpreis verdeutlicht die Verbindung von Forschung, Lehre und Praxis im Stahlbau. Die ausgezeichneten Projekte zeigen Ansätze für den Umgang mit Themen wie Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung und geben Impulse für die Weiterentwicklung der Branche.

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