Cogne Whitepaper: Wege zu nachhaltigerer Stahlproduktion
(28.05.2026) Die Stahlindustrie zählt weltweit zu den emissionsintensivsten Branchen. Neben regulatorischen Vorgaben rücken deshalb zunehmend Maßnahmen in den Fokus, mit denen sich Emissionen, Abfälle und Ressourcenverbrauch reduzieren lassen. Moderne Verfahren und technische Systeme eröffnen dabei sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Potenziale.
Ein wichtiger Ansatz ist der verstärkte Einsatz von Elektrostahlwerken, die überwiegend mit Stahlschrott arbeiten und diesen in Elektrolichtbogenöfen einschmelzen. Im Vergleich zur klassischen Hochofenroute entstehen dabei geringere CO₂-Emissionen.
Darüber hinaus setzen Stahlhersteller verstärkt auf technische Lösungen zur Emissionsminderung. Dazu zählen Abgasreinigungssysteme wie Elektrofilter, Gewebefilter oder Entstaubungsanlagen, die Schadstoffe und Partikel aus den Abgasen entfernen. Auch spezielle Absaughauben im Bereich der Argon-Sauerstoff-Entkohlung (AOD) tragen zur Emissionskontrolle bei. Unternehmen wie Cogne investieren nach eigenen Angaben kontinuierlich in neue Anlagen und die Modernisierung bestehender Systeme.
Für die Überwachung und Dokumentation von Umweltkennzahlen spielen internationale Normen wie ISO 14001, ISO 50001, ISO 14064 oder ISO 14067 eine wichtige Rolle. Sie dienen der systematischen Erfassung von Umweltleistung, Energieeffizienz und CO₂-Emissionen.
Seit dem 1. Januar 2026 gilt zudem der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) der Europäischen Union verbindlich. Das CO₂-Grenzausgleichssystem belegt emissionsintensive Produkte wie Stahl mit einem CO₂-Preis und soll verhindern, dass Produktionsstandorte in Länder mit geringeren Klimaschutzauflagen verlagert werden. Grundlage der Bewertung sind direkte Emissionen aus der Produktion (Scope 1), indirekte Emissionen aus dem Stromverbrauch (Scope 2) sowie weitere indirekte Emissionen etwa aus Transportprozessen (Scope 3).
Auch beim Umgang mit Nebenprodukten bestehen Potenziale. In der Stahlproduktion fallen unter anderem Schlacken, Stäube und Schlämme an. Durch Recycling und Weiterverwertung lassen sich Ressourcen schonen und Entsorgungskosten reduzieren. Schlacke kann beispielsweise im Straßenbau oder als Dünger eingesetzt werden. Unterstützt wird dies durch Abfallmanagement- und Prozessoptimierungssysteme sowie Normen wie UNI EN ISO 14021.
Zur Verringerung von Boden- und Wasserverschmutzungen setzen Unternehmen auf sichere Lagerungssysteme, moderne Wasseraufbereitung und geschlossene Wasserkreisläufe. Filtersysteme und chemische Verfahren entfernen Schadstoffe wie Schwermetalle oder Ölrückstände aus Prozesswasser, bevor dieses wiederverwendet oder abgeleitet wird. Orientierung bietet hierbei unter anderem die Norm ISO 14046 zur Ermittlung des Wasser-Fußabdrucks.
Nach Einschätzung der Branche wird die kontinuierliche Anpassung von Produktionsprozessen zunehmend zur Voraussetzung, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Unternehmen investieren deshalb verstärkt in emissionsärmere Technologien, Recyclingkonzepte und Zertifizierungen.
Weitere Informationen stellt Cogne im Whitepaper zur nachhaltigen Stahlproduktion unter cogne.de/downloads/whitepaper bereit.
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siehe zudem:
- Stahlbau bei Baulinks.de
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