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EU-Kartellbehörde genehmigt Joint Venture „CarbonBridge” für CO₂-Exportterminal in Bremen

(27.08.2026) Die Ambrian Energy GmbH und die Messer SE & Co. KGaA geben die kartellrechtliche Genehmigung der Europäischen Kommission für das Joint Venture „CarbonBridge” bekannt. Somit ist der Weg frei für die Entwicklung des ersten betriebsbereiten CO₂-Exportterminals in Deutschland. Ab 2031 soll das Exportterminal CarbonBridge in Bremen in Betrieb gehen. Zu Beginn soll eine maximale Umschlagskapazität von rund 2,3 Mio. Tonnen pro Jahr erreicht werden und später auf etwa 4 Mio. Tonnen jährlich ansteigen.

Stephan Hinrichs im Gespräch
Visualisierung: CarbonBridge plant die Inbetriebnahme des ersten betriebsbereiten CO₂-Exportterminals ab 2031. (Bild: Messer SE & Co. KGaA) 

Von der CO₂-Quelle bis zur Senke

CarbonBridge wird als Anbieter von CO₂-Logistiklösungen, einschließlich Zwischenspeicherung, Transport und Verladung, fungieren. Das CO₂-Exportterminal wurde entwickelt, um den dringenden Bedarf einer funktionsfähigen Logistikkette für rückgewonnenes Kohlendioxid aus CO₂-intensiven Branchen, wie z.B. der Zement-, Glas- und Stahlindustrie oder der Müllverbrennung, zu decken. Diese Branchen benötigen aufgrund der hohen Mengen an CO₂, die in den Produktionsprozessen entstehen, technische und logistische Dekarbonisierungsstrategien. CarbonBridge soll zukünftig den Transport des rückgewonnenen CO₂ vom Emittenten bis zur dauerhaften Speicherung, bereit stellen.

Ralph Spring, Senior Manager Commercials CCUS, Messer SE & Co. KGaA: „Wir freuen uns sehr über die kartellrechtliche Freigabe für CarbonBridge, ein Projekt, das unser Engagement für die Umsetzung von Carbon Capture Utilization & Storage (CCUS) in Deutschland deutlich macht – die gesamte Wertschöpfungskette von der CO₂-Quelle bis zur Senke. Die Logistik bis zum Ort der endgültigen Speicherung ist in den meisten Projekten die größte Herausforderung. Mit CarbonBridge wollen wir eine flexible Lösung anbieten.” 

Daniel Pätzold, Geschäftsführer Ambrian Energy GmbH: „Industrieunternehmen sind bei der Dekarbonisierung darauf angewiesen, dass eine verlässliche Exportinfrastruktur für abgeschiedenes CO₂ zur Verfügung steht. Genau diese Lücke wollen wir mit CarbonBridge schließen. Die Freigabe der Europäischen Kommission ist daher nicht nur ein wichtiger Schritt für unser Projekt, sondern auch ein starkes Signal für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Carbon Capture & Storage-Infrastruktur in Deutschland.” 

Ambrian Energy und Messer zählen beide zu den führenden Unternehmen mit jahrzehntelanger Expertise in den Bereichen Energielogistik bzw. CO₂-Rückgewinnung. Das Exportterminal CarbonBridge soll als Leuchtturmprojekt die CO₂-Rückgewinnung samt Transport und Speicherung in Europa, insbesondere in Deutschland, vorantreiben und eine zuverlässige Exportmöglichkeit für rückgewonnenes Kohlendioxid bieten. 

Ambrian Energy bringt ein 3 ha großes Grundstück in Bremen in das Projekt ein. Dieser Standort biete logistische Vorteile: eine Bahnanbindung und einen Hafenanleger, der Schiffe mit einer Kapazität von bis zu 30.000 Tonnen aufnehmen kann.

Messer bringt seine jahrzehntelange Expertise in der CO₂-Rückgewinnung und CO₂-Aufbereitung in die Partnerschaft ein.

 

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