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Gebäudeschutzrinne: Wirtschaftliche Alternative zu Drängräben

(14.09.2026) Bei der Sanierung des Gebäudes 8A auf dem Gelände des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel machten flächige Feuchteschäden im Bereich der zur Kantine gehörenden Fassadenfußpunkte zusätzliche Eingriffe in den Baukörper erforderlich. Dabei kam erstmals eine neu entwickelte Gebäudeschutzrinne zum Einsatz, die den konstruktiven Feuchteschutz bei zu tief gegründeten, nicht unterkellerten Gebäuden deutlich vereinfacht und eine wirtschaftliche Alternative zu klassischen Drän- und Entwässerungsgräben darstellt.

Das Gebäude 8A auf dem Gelände des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel wird zurzeit kernsaniert. (Bild: Funke Industrie) 

Von der Idee bis zur Verwirklichung

Klassische Lösungen wie Drän- oder Entwässerungsgräben haben sich im Gebäudeschutz zwar bewährt, sind jedoch mit einem erheblichen baulichen und finanziellen Aufwand verbunden. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee der Gebäudeschutzrinne, die neben dem konstruktiven Feuchteschutz insbesondere dazu beitragen soll, die Wassereinwirkung auf das Gebäude zu reduzieren. Von der ersten Konzeptidee bis zur Umsetzung auf einer Baustelle in Kiel vergingen lediglich anderthalb Jahre. Möglich wurde diese kurze Entwicklungszeit durch die enge Zusammenarbeit des Herstellers Funke Industrie, einem Geschäftsbereich der Funke Kunststoffe GmbH, mit einem aufgeschlossenen Bauherrn sowie dem planungsseitig mutigen Architekturbüro kuperarchitekten PartGmbB.

Bei der Funke Gebäudeschutzrinne handelt es sich um eine übergroße, gefällelose Fassadenrinne, die analog zu Drän- und Entwässerungsgräben das gesamte Bauwerk vor unzulässiger Wassereinwirkung schützen kann. „Die Funke Gebäudeschutzrinne besteht aus Polyethylen und ist im Gegensatz zu den Drän- und Entwässerungsgräben nicht auf gesonderte Beton-Winkelstützelemente angewiesen”, erläutert Dieter Jungmann, Leiter des Geschäftsbereichs Funke Industrie der Funke Kunststoffe GmbH. Der Hauptanwendungsbereich liege bei tief gegründeten Bestandsgebäuden, eigne sich jedoch ebenso für Neubauten, die sich konstruktionsbedingt nicht höher gründen lassen. Die Gebäudeschutzrinne verfügt über eine Baubreite von rund 25 cm und eine Bauhöhe von knapp 50 cm einschließlich einer Gitterrostabdeckung aus verzinktem Stahl oder Kunststoff und ist damit für Fußbodenaufbauten bis maximal 20 cm geeignet. Zum Standard-Lieferumfang gehören Längen-Passstücke, Außen- und Innenecken sowie Ablaufkörper inklusive Schmutzfang.

Die Funke Gebäudeschutzrinne verfügt über eine Baubreite von rund 25 cm und über eine Bauhöhe von knapp 50 cm einschließlich Gitterrostabdeckung aus verzinktem Stahl. (Bild: Funke Industrie) 

Für den Bereich zurückspringender Tür- und Fensternischen steht eine 15 cm hohe Funke Nebenrinne zur Verfügung. Sie wird in zwei Ausführungen angeboten: als einteilige Standardausführung mit einer festen Breite von 12 cm sowie als zweiteilige Sonderausführung mit variabel einstellbarer Breite. Beide Varianten werden seitlich an der Funke Gebäudeschutzrinne befestigt und über diese entwässert. Die Konstruktion der Nebenrinnen soll gewährleisten, dass sich im Bereich von Türen und bodentiefen Fenstern kein Wasser aufstauen kann. Hierzu sind die fassadenseitigen Wandungen mit Entwässerungsöffnungen ausgestattet, die zum Schutz vor Verschmutzungen mit einem Geotextil abgedeckt sind.

(l.) Nach dem Aushub des Grabens wurde ein Planum hergestellt und mit 5 bis 8 cm Magerbeton versehen. Darauf erfolgte das exakte Setzen und Ausrichten der Rinne entlang der Glasfassade. (r.) Die gefällelose Fassadenrinne schützt in Zukunft nicht nur die Fassade, sondern das gesamte Bauwerk vor unzulässiger Wassereinwirkung. (Bild: Funke Industrie) 

Einbau auf der Baustelle

Nach dem Aushub des Grabens wurde zunächst ein Planum hergestellt und mit einer 5 bis 8 cm starken Schicht aus Magerbeton versehen. Auf dieser Grundlage erfolgte das präzise Setzen und Ausrichten der Entwässerungsrinne entlang der Glasfassade. Die Rinne wurde ohne Längsgefälle eingebaut und entwässert mittig über einen Ablauf entweder in den vorhandenen Regenwasserkanal oder über einen freien Auslauf. Aufgrund der unterschiedlichen Fassadenkonstruktionen kamen zwei Rinnenvarianten mit Bauhöhen von 43 cm beziehungsweise 49,5 cm zum Einsatz.

Weitere Informationen können per E-Mail an Funke Kunststoffe angefordert werden.

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