Trimble: Daten werden zum Erfolgsfaktor von Infrastrukturprojekten
(23.10.2026) Mit bis zu 28.000 Baustellen und der Modernisierung von 4.000 Streckenkilometern in 40 Hochleistungskorridoren zählt 2026 zum intensiven Baujahr für die DB InfraGO. Laut Trimble entscheidet die Qualität und Verfügbarkeit der Daten über Termin- und Budgettreue. Neben laufenden Modernisierungen sind neue Strecken und Ausbauten geplant, viele davon sind Teil der europäischen Verkehrsnetze und sollen die grenzüberschreitenden Verbindungen stärken.
„Infrastrukturprojekte sind heute hochkomplex und müssen häufig unter enormem Zeitdruck umgesetzt werden”, sagt Andreas Sinning, Vice President Cloud Product & Strategy Field bei Trimble. „Gleichzeitig wächst die Menge hochpräziser Daten, die in den Projekten erfasst und verarbeitet werden muss. Die Herausforderung besteht deshalb nicht nur darin, aktuelle Daten zu erheben, sondern daraus schnell nutzbare Informationen zu machen und diese für alle Beteiligten verfügbar zu halten. Genau hier können durchgängige digitale Workflows einen wesentlichen Beitrag leisten.”
Beispiel: Gotthard-Basistunnel
Wie digitale Technologien bei Schadensfällen helfen können, große Datenmengen schnell nutzbar zu machen, zeigt das Beispiel des Gotthard-Basistunnels in der Schweiz. Nach der Entgleisung eines Güterzugs im August 2023 musste die beschädigte Infrastruktur unter hohem Zeitdruck repariert und anschließend umfassend überprüft werden.
„Wenn Projekte über Ländergrenzen hinweg zusammenwirken, müssen auch Daten und Prozessinformationen übergreifend verfügbar sein”, sagt Andreas Sinning. „Ohne eine gemeinsame digitale Grundlage lässt sich diese Komplexität kaum beherrschen.”
Die mit Reparaturarbeiten beauftragte Rhomberg Sersa Rail Group erfasste den Tunnel mit dem Trimble GEDO IMS-Scan-System und einem Laserscanner. Dabei entstanden 900 Punktwolkendateien mit einem Datenvolumen von insgesamt 500 GB. Um die korrekte Position von 20.000 neu installierten Bahnschwellen effizient zu überprüfen, trainierte das Unternehmen in Trimble Business Center ein eigenes KI-Modell und überprüfte die Daten in Trimble GEDO Scan Office. Es erreichte bei der automatisierten Erkennung der Schwellen eine Genauigkeit von 97 %.
Digitalisierung wird zum Schlüssel
Building Information Modeling (BIM) soll als Standardverfahren auch für Bundesfernstraßenprojekte etablieren werden. Damit aber digitale Prozesse ihr Potenzial in komplexen Infrastrukturprojekten voll entfalten können, kommt es entscheidend auf die zugrunde liegenden Datenflüsse an: Wachsende Datenmengen müssen schnell verarbeitet, über Projektphasen hinweg verfügbar gemacht und von den Beteiligten gemeinsam genutzt werden können.
„Eine gute und für alle Beteiligten zugängliche Datenbasis birgt enormes Einsparungspotenzial, weil sie Reibungsverluste reduziert, die Abstimmung verschlankt und Daten nicht mehrfach erhoben werden müssen”, so Andreas Sinning. „Angesichts immer komplexerer Projekte und enger Zeitpläne werden durchgängige digitale Workflows deshalb zu einer zentralen Voraussetzung für eine effiziente Projektabwicklung.”
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siehe zudem:
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