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Der Deutscher Ingenieurbaupreis 2026 geht an das Chemnitzer Viadukt 

(21.10.2026) Das Chemnitzer Viadukt ist mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis 2026, dem Staatspreis der Bundesrepublik Deutschland für herausragende Ingenieurbaukunst, ausgezeichnet worden. Die diesjährige Preisverleihung verdeutlicht, welche zentrale Rolle Ingenieure bei der Gestaltung, Erhaltung und Weiterentwicklung unserer gebauten Umwelt spielen.

Deutscher Ingenieurbaupreis 2026 – Staatspreis: 30.000 Euro

Chemnitzer Viadukt, Chemnitz

  • Ingenieurbüro: KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH, Dresden
  • Bauherr: DB InfraGO AG, Leipzig
Chemnitzer Viadukt, Chemnitz. (Bild: DB AG) 

Das denkmalgeschützte Eisenbahnviadukt wurde mit gezielten Ertüchtigungsmaßnahmen und dem Ersatz einzelner Bauteile instandgesetzt und zugleich an die heutigen und künftigen Anforderungen des Bahnverkehrs angepasst. 

Chemnitzer Viadukt, Chemnitz. (Bild: DB AG) 

Die Ingenieurleistung verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit den Anforderungen moderner Infrastruktur. Gerade angesichts des erheblichen Sanierungsbedarfs bei Brücken und anderen Ingenieurbauwerken gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung. Das Chemnitzer Viadukt steht damit beispielhaft für zentrale Zukunftsaufgaben des Ingenieurbaus: Bestehendes zu erhalten, technisch weiterzuentwickeln und langfristig an neue Anforderungen anzupassen.

Deutscher Ingenieurbaupreis 2026 – Nachwuchspreis: 10.000 Euro

Museum Historische Oberamteistraße, Reutlingen

  • Ingenieurbüro: str.ucture GmbH, Stuttgart
  • Bauherr: Stadt Reutlingen
Museum Historische Oberamteistraße, Reutlingen. (Bild: Brigida Gonzalez) 

Ein Raumtragwerk aus heimischer Weißtanne bildet die Kubatur eines historischen Hauses nach und überspannt einen über mehrere Geschosse reichenden Luftraum über dem historischen Kellergewölbe. Gleichzeitig übernimmt das Tragwerk eine wichtige Funktion für die Sicherung des benachbarten Bestandsgebäudes und berücksichtigt auch Erdbebenlasten.

Das ausgezeichnete Projekt zeigt, wie innovative Tragwerksplanung, Ressourcenschonung und der sensible Umgang in historischem Kontext zusammengeführt werden können.

Weitere Auszeichnungen – jeweils 4.000 Euro

Bauhaus-Archiv Tower, Berlin

  • Ingenieurbüro: B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH, Berlin
  • Bauherr: Land Berlin
Bauhaus-Archiv Tower, Berlin. (Bild: Marcus Ebener) 

Sprung über die Emscher – Silver Arrow, Castrop-Rauxel

  • Ingenieurbüro: Schüßler-Plan GmbH, Aachen mit DKFS Architects, London
  • Bauherr: Emschergenossenschaft, Essen
Sprung über die Emscher – Silver Arrow, Castrop-Rauxel. (Bild: Aron Jungermann / FOTOGRAFIEIMRAUM) 

Hyparschale, Magdeburg

  • Ingenieurbüro: CARBOCON GMBH, Dresden
  • Bauherr: Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement, Magdeburg
Hyparschale, Magdeburg. (Bild: Marcus Bredt) 

Brücke über den Seeblickweg, Stuttgart

  • Ingenieurbüro: Harrer Ingenieure GmbH, Karlsruhe
  • Bauherr: Tiefbauamt Stadt Stuttgart
Brücke über den Seeblickweg, Stuttgart. (Bild: Stadt Stuttgart) 

Nibelungenbrücke, Worms

  • Ingenieurbüro: Marx Krontal Partner GmbH, Weimar
  • Bauherr: Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Koblenz
Nibelungenbrücke, Worms. (Bild: MKP / Alexander Burzik) 

Die Jury bewertete die eingereichten Projekte insbesondere nach den Kriterien Konstruktion, Innovation, Gestaltung, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Insgesamt wurden 41 Projekte für den Deutschen Ingenieurbaupreis 2026 eingereicht.

Die Auszeichnungen verdeutlichen die große Bandbreite zeitgemäßer Ingenieurleistungen: vom Umgang mit denkmalgeschützten Bauwerken über innovative Holz- und Stahlkonstruktionen bis zur zukunftsfähigen Ertüchtigung bestehender Infrastruktur.

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