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Internationale Gewinner des Brick Award 26

(12.06.2026) Bei der Verleihung des Brick Award 26 in Wien würdigten international führende Architekten und Designer erneut die außergewöhnliche Vielfalt und gestalterische Qualität von Baumaterialien aus Ziegel und Keramik.

Seit dem Jahr 2024 bietet der Brick Award Architekten alle zwei Jahre eine Plattform für einzigartige Entwürfe. Dabei würdigt die Auszeichnung Ziegel und Keramik als zeitlose Materialien für zukunftsweisende Architektur. Die von Wienerberger ausgerichtete, herstellerunabhängige Auszeichnung vereint die Gewinner in einem ausgewählten Netzwerk der weltweit inspirierendsten und innovativsten Pioniere der Ziegelarchitektur. 

Preise in fünf Kategorien

  • Feeling at home: Einfamilienhäuser und kleine Projekte
  • Living together: städtische Wohnanlagen
  • Working together: Gewerbe- und Industriegebäude
  • Sharing public spaces: öffentliche Gebäude und Räume
  • Building outside the box: Innovation

Zudem wird ein Hauptpreis für ein Projekt vergeben, das von der internationalen Jury als herausragendes Beispiel der Architekturkunst ausgewählt wurde. Darüber hinaus wurde dieses Jahr ein Sonderpreis an ein Projekt vergeben, das die Idee der Nachbarschaft neu definiert.

Dao Mâu-Tempel und das Museum in Soc Son in Vietnam, Gewinner der Kategorie „Sharing public spaces”
(Bild: Trieu Chien)
 

Die Preisträger


Hauptpreis und Gewinner der Kategorie Sharing public spaces

Der diesjährige Grand Prize ging an den Dao Mâu-Tempel und das Museum in Soc Son in Vietnam, Gewinner der Kategorie „Sharing public spaces”. Der Entwurf von ARB Architects für den Künstler Xuân Hinh lässt sich von tief verwurzelten Traditionen inspirieren und verbindet spirituelle Ästhetik mit dem zeitgenössischen Leben, um auf dem 5.000 m² großen Gelände ein Gefühl der Gelassenheit zu schaffen. Das CO₂-negative Projekt verwendete rund 6 Mio. Tonziegel aus über 500 lokalen Häusern und schuf so eine einzigartige und ehrwürdige Verbindung zu den Menschen der Region. 

Gewinner der Kategorie Feeling at home: Ca na Birgit, entworfen von TEd’A arquitectes. (Bild: Luis Diaz Diaz) 

Kategorie Feeling at home

Gewinner in der Kategorie Feeling at home wurde Ca na Birgit (Birgits Haus), entworfen von TEd’A arquitectes. Das auf den Klippen von Ses Penyes Rotges im Westen Mallorcas aus lokal gewonnenem Ziegelstein erbaute, offen gestaltete Einfamilienhaus umfasst eine bebaute Fläche von nur 194 m². Der Entwurf geht sensibel auf die Anforderungen des lokalen Klimas und der Umgebung ein und reagiert gleichzeitig einfallsreich auf die durch den Standort auferlegten Einschränkungen. Einerseits sollte das Haus den Blick auf das Meer freigeben, andererseits sollte es vor den Blicken der Nachbarn geschützt sein. Das Projekt basiert auf einem Gestaltungsansatz, der beide Probleme löst: Er definiert zwei tiefe, parallel zu den Nachbargrundstücken verlaufende Wände, die den Meerblick rahmen und gleichzeitig Privatsphäre bieten.

Gewinner der Kategorie Living together: Social Atrium – 54 Wohnungen in Besòs Peris+Toral Arquitectes
(Bild: José Hevia)
 

Kategorie Living together

Peris+Toral Arquitectes gewannen den Living together-Preis für ein gemischt genutztes Gebäude in Barcelona, Spanien, mit 54 Wohnungen. Der innovative Charakter des Entwurfs zeigt sich in einem klimabewusst gestalteten Social Atrium, das die Sozialwohnungen mit den Einrichtungen im Erdgeschoss verbindet. Neben der Schaffung eines einladenden Gemeinschaftsraums sorgt der im Innen- und Außenbereich verwendete, biomassegebrannte Ziegel dafür, dass das Gebäude im Winter warm bleibt und im Sommer kühl sowie gut belüftet ist.

Gewinner der Kategorie Working together: Lager und Büros für Clase Azul La Hacienda Jalisco Atelier Ars (Bild: César Béjar) 

Kategorie Working together

La Hacienda Jalisco in Mexiko von Atelier Ars erhielt den Working together-Preis. Der Lager- und Bürokomplex für den Tequilahersteller Clase Azul verwendet lokale Keramik sowie Steinmaterial aus dem Aushub der Baustelle, um die Gebäude in ihrer vulkanischen Topografie zu verankern. Von Osten betrachtet erscheint das Gebäude dank eines mit traditionellen Tonelementen gedeckten Daches wie ein „keramischer Horizont”, der es physisch mit dem Boden verbindet, eine topografische Beziehung zum Gelände herstellt und die Grenzen zwischen Architektur und Landschaft verschwimmen lässt.

Gewinner der Kategorie Building outsite the box: Endless Brick Playground Prof. Lichao Chen (Bild: China Academy of Art) 

Kategorie Building outsite the box

Endless Brick Playground, der Gewinner der Kategorie Building outside the box, war das Ergebnis des Kurses „Grundlagen des Mauerwerks” für Studierende im ersten Jahr an der School of Architecture der China Academy of Art in Hangzhou. Über einen Zeitraum von fünf Wochen hatten diese die Aufgabe, eine Konstruktion einzig aus roten Ziegeln zu entwerfen und umzusetzen. Zwischen 2014 und 2024 entstanden insgesamt 48 Ziegelkonstruktionen. Dabei konnte jährlich darüber abgestimmt werden, ob einige frühere Werke abgebaut werden können, um Platz für neue Kreationen zu schaffen. Bis Ende 2024 zeigten die 26 im Endless Brick Playground erhaltenen Konstruktionen unzählige Möglichkeiten formaler und räumlicher Gestaltung.

Sonderpreis für ein soziales und städtebauliches Nachverdichtungsprojekt in Kortrijk – Maker (Bild: Stijn Bollaert) 

Sonderpreis

Die Jury entschied dieses Jahr, einen Special Prize an ein innovatives Konzept für gemeinschaftliches Wohnen zu vergeben. Dieses soziale Projekt zur innerstädtischen Nachverdichtung in Kortrijk, Belgien, interpretiert ein Wohnviertel mit 54 Häusern als zeitgemäße Gartenstadt neu, fördert stärkere Verbindungen zwischen den Bewohnern und der umgebenden Natur und stärkt zugleich soziale und ökologische Bindungen. Die Architektur ist von Wiederverwendung geprägt: Wiedergewonnene Ziegel und Dachziegel bilden Fassaden, die die Verfügbarkeit, Geschichte und den Charakter der Materialien widerspiegeln.

„Selbst nach mehr als 30 Jahren in dieser Branche inspirieren mich die unglaublichen Innovationen, die die Verwendung von Ziegel- und Keramikmaterialien auf ein neues Niveau heben, immer wieder. Die diesjährigen Gewinnerprojekte zeigen die Vielseitigkeit dieser zeitlosen Materialien, mit denen sich die drängendsten Herausforderungen des Klimawandels und des modernen Lebens bewältigen lassen. Gleichzeitig schaffen sie Räume von hoher gestalterischer Qualität und besonderer Schönheit für ihre Nutzerinnen und Nutzer”, sagt Heimo Scheuch, CEO von Wienerberger.

Die internationale Jury

  • Gabriela Carrillo, Mitbegründerin von Colectivo C733
  • Christine Conix, Mitbegründerin von Conix RDBM
  • Eduardo Mediero, Mitbegründer von Hanghar
  • Jens Linnet, Mitbegründer von BOGL
  • Traudy Pelzel, Mitbegründerin von MAP studio

Die Jury bewertete innovative Design- und Architekturkonzepte, den innovativen Einsatz von Ziegel- und Keramikmaterialien sowie die architektonische Qualität in Bezug auf Ästhetik, Form und Gestaltung des Projekts. Ebenso finden Nachhaltigkeit, Klimaresilienz, Energieeffizienz und bezahlbares Wohnen besondere Beachtung, ebenso wie die Eignung des Projekts für seinen Verwendungszweck, die Gebäudetypologie und den kulturellen Kontext.

Die Gewinner des Brick Award erhalten eine maßgefertigte Keramiktrophäe, und der Grand Prize-Gewinner zudem ein Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro. Alle anderen Gewinner einer Kategorie werden mit 5.000 Euro ausgezeichnet. Sämtliche Gewinner sowie die nominierten Projekte der Shortlist werden zudem im Brick Book 26 präsentiert.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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