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Gewinner des Concrete Design Competition stehen fest

(12.06.2026) Die Gewinner des Concrete Design Competition (CDC) „TransForm” stehen fest. Im vom InformationsZentrum Beton (IZB) ausgelobten Studentenwettbewerb sollte das Potenzial von Beton im Sinne des Wandels erforscht und neu entdeckt werden. Die Beiträge sollten sich insbesondere mit ästhetischen, konstruktiven oder technologischen Fragestellungen ebenso wie ökologischen, wirtschaftlichen oder sozialen Aspekten befassen.

Ghiath Mardini zeigt mit seinem Projekt „The Liquid-Stone Paradox” wie 3D-Betondruck beim Wiederaufbau nach Zerstörung helfen kann. (Bild: IZB/ Ghiath Mardini) 

Erster Platz: „The Liquid-Stone Paradox” von Ghiath Mardini

Den ersten Platz belegt eine Arbeit zum Umgang mit bestehenden Strukturen – oder vielmehr mit der Frage, was passiert, wenn diese nicht mehr vorhanden sind. Ghiath Mardini von der Technischen Universität Darmstadt und seine Ausarbeitung „The Liquid-Stone Paradox” heben die emotionale Verbindung zu unserer gebauten Umwelt hervor – und welche identitätsstiftende Bedeutung diese hat.

Wie kann Wiederaufbau nach Zerstörung aussehen, ohne dabei die Identität eines Ortes zu verlieren? Der Entwurf nähert sich dieser Fragestellung nicht über klassische Architektur, sondern über Erinnerung, Atmosphäre und kulturelle Kontinuität. Fotografien, Erzählungen und digitale Rekonstruktionen werden genutzt, um verlorene räumliche Situationen neu zu interpretieren und mittels 3D-Betondruck wieder sichtbar zu machen. „Gerade diese Verbindung aus emotionaler Erzählung und technologischer Präzision verleiht der Arbeit ihre besondere Qualität”, lobt Jury-Mitglied und IZB-Geschäftsführer Ulrich Nolting. „Beton wird nicht als bloßer Baustoff verstanden, sondern als Medium der Reparatur und des kollektiven Gedächtnisses.”

Mit „Transforming Concrete Assembly” erforsch Robin Karutz von der RWTH Aachen neue Möglichkeiten Betonbauteile miteinander zu verbinden. (Bild: IZB/ Robin Karutz). 

Zweiter Platz: „Transforming Concrete Assembly” von Robin
Karutz

Betonbauteile mit Magneten verbinden: Diese Idee steckt hinter dem zweitplatzierten Projekt „Transforming Concrete Assembly”. Robin Karutz von der RWTH Aachen untersucht neue Möglichkeiten, Bauteile flexibel miteinander zu koppeln. Im Vordergrund steht ein experimentelles magnetisches Verbindungssystem, das Themen wie Materialeffizienz, Rückbaubarkeit und modulare Systeme weiterdenkt.

„Construction 5.0” von Leon Bischoff von der TH Köln befasst sich mit der Wiederverwendung des Gebäudebestands (Bild: IZB/ Leon Bischoff) 

Dritter Platz: „Construction 5.0” von Leon Bischoff sowie „WG-Haus Lichtenberg” von Paula Dudziak und Justus Voigt

Den dritten Platz vergab die Jury gleich doppelt. Einmal an „Construction 5.0” von Leon Bischoff (TH Köln). Er entwickelt ein Szenario für die konsequente Wiederverwendung des Baubestands. Ausgangspunkt ist die detaillierte Analyse eines Gebäudes, dessen Bauteile systematisch erfasst, bewertet und in ein Materialkataster aufgenommen werden.

Paula Dudziak und Justus Voigt von der Universität der Künste Berlin schaffen aus alten Plattenbauten ein neues Wohnkonzept (Bild: IZB/ Paula Dudziak/ Justus Voigt) 

Ein weiterer dritter Platz ging an „WG-Haus Lichtenberg” von Paula Dudziak und Justus Voigt (Universität der Künste Berlin). Im Projekt entwickelt das Team ein neues Wohnmodell ausgehend von einem Berliner Plattenbau. Die typischen Materialien und Strukturen des Bestands werden dabei neu kombiniert und erhalten eine ungewohnte ästhetische Präsenz.

Interdisziplinäre Expertise

Die eingereichten, anonymisierte Arbeiten beurteilt eine unabhängige, interdisziplinär besetzte Jury.

  • Ulrich Nolting (Geschäftsführer IZB)
  • Max Dombrowski (Schlaich Bergermann Partner)
  • Prof. Lutz Dickmann (HFT Stuttgart)
  • Sandra Hofmeister (freie Journalistin)
  • Prof. Anca Timofticiuc (Peter Behrens School of Arts, Düsseldorf)
  • Holger Techem (Frankfurt University of Applied Sciences)
  • Julian Biermann (Projektleiter Nachhaltigkeit IZB)
  • Franziska Sorger und Öykü Tok (TU München) Vorjahressiegerinnen

Gemeinsam bewerteten die Jury die Einreichung mit Blick auf die Umsetzung des Themas sowie den konzeptionellen Ansatz, Kreativität, Materialgerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Ausblick: Im Herbst 2026 wird der Wettbewerb national für das kommende akademische Jahr 2026/27 erneut ausgeschrieben. Dann zum Thema „Solide”.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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