BMV und DB InfraGO: Angepasste Bauplanung der Korridorsanierungen bis 2031
(23.10.2026) Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) und die DB InfraGO haben gemeinsam das Konzept der Korridorsanierungen weiterentwickelt. Ziel sei mehr Verlässlichkeit auf der Schiene, sowohl beim Verkehr als auch bei den notwendigen Bauarbeiten.
5-Punkte-Plan für Korridorsanierungen
Im aktuellen 5-Punkte-Plan wurden die ursprünglich vorgesehenen 21 Korridorsanierung auf 13 Korridorsanierungen im Zeitraum von 2027 bis 2031 reduziert. Die Bauvohaben sollen somit verlässlicher abgeschlossen werden und im Zeit- als auch im Kostenrahmen bleiben. Zudem trage diese Reduzierung den knappen Verkehrskapazitäten auf dem deutschen Schienennetz und den Ressourcen der Bauindustrie Rechnung.
Das weiterentwickelte Konzept sieht eine realistischere Bau- und Fahrplanung sowie stabilere Umleitungsstrecken vor. Zudem sei eine stufenweise Inbetriebnahme nach Abschluss der Bauarbeiten ein weiterer möglicher Baustein, mit dem die Wiederaufnahme des Verkehrs zuverlässiger werden soll. Grundsätzlich solle ETCS (European Train Control System) vorbereitet und verbaut werden.
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Korridorsanierungen priorisieren
Im Zeitraum 2027 bis 2031 werden nur 13 statt 21 Korridorsanierungen vorgesehen. Die Reihung wurde auf die Vorhaben mit dem größten Nutzen für Qualität, Stabilität und Pünktlichkeit angepasst. Es sollen keine Korridorsanierungen gestrichen, sondern nur verschoben werden. Die Priorisierung der Korridorsanierungen ab dem Jahr 2032 erfolgt im kommenden Jahr. -
Netzkapazität sichern und steuern
Die DB InfraGO intensiviert die Vorbereitung von Umleiterstrecken und stimmt den Bauablauf von Korridorsanierungen mit dem übrigen Baugeschehen im Netz ab. Bei der Korridorsanierung Lehrte – Berlin steht so ab Februar ein zweiter Umleitungsweg für den Güterverkehr zur Verfügung. -
Digitalisierung – ETCS ist der neue Standard
Ab 2030 soll grundsätzlich bei jeder Korridorsanierung direkt „ETCS Level 2 ohne Signale” verbaut werden. In den Jahren zuvor soll die DB InfraGO die digitale Zugsteuerung vorbereiten, alle erneuerten Stellwerke bereits ETCS-fähig ausführen. -
Verlässliche Inbetriebnahmen und stabiler Hochlauf
Der Zugverkehr soll künftig schrittweise hochgefahren werden, in der Regel zunächst mit Güterzügen (Belastungsfahrten), Personenzüge folgen etwas später. -
Sanierungsversprechen einhalten
Einmal bauen, einmal grundlegend modernisieren und die Strecke anschließend möglichst bis zu 10 Jahre weitgehend frei von größeren baubedingten Einschränkungen halten. Die Einhaltung dieses Versprechens soll die DB InfraGO konsequenter sicherstellen.
Geplante Korridorreihung 2027 – 2031
In den kommenden fünf Jahren sind folgende Korridorsanierungen geplant:
- 2027: Lehrte – Berlin (seit 10/26 im Bau), Rosenheim – Salzburg, Fulda – Hanau
- 2028: Köln – Koblenz, München – Rosenheim (1. Etappe), Hagen – Unna – Hamm, Lübeck – Hamburg
- 2029: Hamburg – Hannover, Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen, Aachen – Köln
- 2030: Stendal – Magdeburg, Uelzen – Stendal
- 2031: Lehrte – Groß Gleidingen, München – Rosenheim (2. Etappe)
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