Smarte Parkkonzepte: Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität für alle
(28.10.2026) Laut einer bundesweit repräsentativen Studie von IFH KÖLN und Lödige Industries ist gute Erreichbarkeit Voraussetzung für Innenstadtbesuche. Dabei bleibt das Auto das meistgenutzte Verkehrsmittel, gefolgt vom öffentlichen Nahverkehr.
Smarte Parkkonzepte können als zentraler Hebel gegen Flächenkonflikte die Erreichbarkeit sichern und zugleich Raum für mehr Aufenthaltsqualität schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Urban Futures in Transition. Rethinking Mobility, Space and Access in European Cities”, für die 1.056 Menschen bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.
Dabei nannten 93 % der Befragten gute Erreichbarkeit als Grundvoraussetzung für einen Besuch und zwei Drittel würden Innenstädte häufiger aufsuchen, wenn sich die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln (68 %) oder dem Auto (62 %) verbessern würde.
Auto bleibt dominierend
Dass pauschale Ansätze wie ein „Auto raus” zu kurz greifen, zeigt die Realität vieler Menschen, für die das Auto ein zentraler Bestandteil ihres Mobilitätsalltags darstellt. 46 % der Befragten fahren am häufigsten mit dem Auto in die City, weitere 13 % kombinieren es mit anderen Verkehrsmitteln. Knapp 30 % nutzen primär den öffentlichen Nahverkehr.
Während für 67 % der Studienteilnehmer der Innenstadtbesuch ohne Pkw schwierig wird, wird auch das Thema Parken zunehmend zur Herausforderung. Dabei empfinden 49 % aller Befragten die Parksituation in Großstädten als schwierig. Noch höher liegt der Anteil mit 61 % in Metropolen wie Berlin, Hamburg, München oder Köln.
Flächenkonflikte prägen Wahrnehmung von Besuchern
87 % der Befragten nehmen den Flächenkonflikt im öffentlichen Raum als allgegenwärtig wahr, und für 71 % hat seine Lösung höchste Priorität. Dabei werden besonders häufig mit 64 % Konflikte zwischen Verkehrsmitteln sowie mit 48 % zwischen Parkraum und Grünflächen genannt. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an die Qualität der Innenstädte, mit deutlichen Forderungen an Grün- und Verweilflächen.
Parkraum smarter und kompakter gestalten
Als zentraler Hebel wird aus Sicht vieler Befragter die Neuorganisation des Parkens genannt. Der Studie zufolge wären 87 % derjenigen, die regelmäßig mit dem Auto in die Innenstadt fahren, bereit, auf öffentliche Stellplätze zu verzichten, sofern gut erreichbare Alternativen wie Parkhäuser oder Tiefgaragen vorhanden sind. Neben den Forderungen nach fairen Zugangsregelungen (86 %) und einer sichtbaren Aufwertung der freiwerdenden Flächen (78 %) befürworten 84 % der Teilnehmer eine Verkehrswende, allerdings nicht durch Einschränkungen oder Verbote, sondern durch Lösungen, die alle Verkehrsmittel einbeziehen.
„Wenn Parken kompakter organisiert wird, entsteht Raum für das, was Innenstädte wirklich attraktiv macht: Grün, Aufenthaltsqualität und neue Nutzungen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass weniger Parkplätze im öffentlichen Raum akzeptiert werden, vorausgesetzt, es gibt funktionierende Alternativen und der Mehrwert wird für die Menschen sichtbar. Genau hier liegt der Schlüssel für lebenswertere Innenstädte”, so Dr. Tobias Wennekamp, Chief Product Officer bei Lödige Industries.
Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung, IFH Köln 2026 (n = 1.056) und weitere Informationen stehen im kostenlosen Whitepaper „Urbane Zukunft im Wandel” unter lodige.com/de-de/parkloesungen zur Verfügung.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
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siehe zudem:
- Parksysteme auf Baulinks
- Literatur zum Thema Innenstadtplanung bei BauBuch

