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ZDB: Bau von frostigem Klima geprägt

(15.12.2002) Die Geschäftslage wird von der überwiegenden Zahl der Betriebe als unbefriedigend bewertet. Wenige Unternehmen treffen auch eine etwas günstigere Bewertung. Bei diesen Nennungen sind - bis auf den öffentlichen Hochbau - alle Bausparten vertreten. Das ergab die monatliche Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für den Monat November 2002.

Die Auftragseingänge waren für die Mehrzahl der Unternehmen rückläufig. Dennoch gingen auch Meldungen über ein mit dem Vormonat vergleichbares Nachfragevolumen ein. Bei diesen Angaben sind wesentliche Unterschiede weder zwischen west- bzw. ostdeutschen Betrieben noch bei den Bausparten zu erkennen. Bei sächsischen Tiefbaubetrieben sind aufgrund der Behebung der Flutschäden nunmehr vermehrt Aufträge eingegangen.

Die Bautätigkeit fiel vor allem bei den westdeutschen Baubetrieben schwächer als im Vormonat aus. Neben der schwächeren Auftragslage traten Behinderungen der Produktion häufiger durch ungünstige Witterungsbedingungen auf. In den neuen Ländern konnte überwiegend das Leistungsniveau gehalten werden. Die entscheidende Bremswirkung für die Bautätigkeit geht im Westen wie im Osten von dem schleppenden Zahlungsverhalten der Auftraggeber aus. Vermehrt mussten Unternehmen auf die Auftragsschwäche mit der Entlassung von Personal reagieren.

Die Auftragsbestände nahmen weiter ab. Über einen als ausreichend zu bezeichnenden Auftragsbestand verfügen nur wenige Unternehmen. Diese Meldungen betreffen dann die Auftragslage im Wohnungsbau, im Straßenbau und im sonstigen Tiefbau. Im gewerblichen Bau und im öffentlichen Hochbau sind die Auftragsbestände durchweg zu klein. Die durchschnittliche Reichweite verringerte sich für die Betriebe des westdeutschen Bauhauptgewerbes im Hochbau auf 1,5 Monate. Im sonstigen Tiefbau nahm dieser Wert geringfügig auf 1,6 Monate zu und verharrte im Straßenbau bei 1,5 Monaten. In Ostdeutschland gingen die Reichweiten sowohl im Hochbau auf einen Monat und im Straßenbau sowie im sonstigen Tiefbau auf 1,6 Monate zurück.

Bei den Baupreisen zeichnen sich in den alten Ländern wieder vermehrt Preisrückgänge ab. Hiervon ist keine Bausparte ausgenommen. In den neuen Ländern überwogen die Meldungen, die von einem unveränderten Preisniveau berichteten.

Die Geräteauslastung nahm vorrangig im Hochbau ab. Die westdeutschen Betriebe erreichten hier einen Nutzungsgrad von 50 Prozent und die ostdeutschen einen von 46 Prozent. Im Tiefbau wurde das Auslastungsniveau im Westen bei 55 Prozent gehalten. Für die ostdeutschen Betriebe ging die Auslastung um 3 Prozentpunkte auf 45 Prozent zurück. Investitionsmaßnahmen wurden vorrangig für den Ersatz verschlissener Ausrüstungen vorgenommen.

Die Erwartungen bleiben weiterhin gedrückt. In diese Bewertung reihen sich im November die ostdeutschen Betriebe wieder stärker als im Vormonat ein. Das Bewertungsmuster ist hinsichtlich der Entwicklung der Geschäfte, Aufträge und Preise ähnlich pessimistisch geprägt.

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