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Artenreiche Extensivbegrünung des FBB-Gründaches des Jahres 2013

(12.10.2013) Die 120 Teilnehmer des 12. Internationalen FBB-Gründachsymposiums haben in Ditzingen das FBB-Gründach des Jahres 2013 gewählt. Zur Wahl standen drei Dachbegrünungsobjekte, die einen Tag vorher bei der FBB-Mitgliederversammlung für die Endausscheidung ausgewählt wurden. Mit klarer Mehrheit ist die abwechslungs- und artenreich begrünte Dachterrasse des Umweltamtes Karlsruhe gewählt worden. Eingereicht hatte das Projekt das FBB-Mitglied Garten Moser aus Reutlingen, der die Dachbegrünung im Optigrün-System 2010 eingebaut hatte.

Die etwa 200 m² umfassende Dachterrasse des Umweltamtes Karlsruhe war schon über 20 Jahre intensiv begrünt. Im Rahmen einer notwendigen Sanierung von Fassade und Dachabdichtung entschied man sich, die in die Jahre gekommene Intensivbegrü­nung zurückzubauen und zu erneuern. Das Gartenbauamt mit der Landschaftsarchi­tektin Birgit Wiedmann plante in Abstimmung mit dem Umweltamt die neue Dachbegrü­nung. Ziel war ein abwechslungs- und artenreiches und dennoch pflegeleichtes Grün­dach, das nach wie vor auch begehbar ausgebildet sein sollte.

Die Dachfläche wurde in verschiedene Begrünungsbereiche aufgeteilt, und die schon vorhandenen Holzroste der früheren Terrasse konnten geschickt integriert werden. Sie umschließen nun den Mittenbereich, der mit einer einfachen Intensivbegrünung gestal­tet wurde. Die Randbereiche sollten eine klassische Extensivbegrünung in mehrschich­tiger Bauweise mit Sedum-Sprossen und Kräuter-Saatgut erhalten, in Teilbereichen wurden Anhügelungen mit 20 cm Substrat und Flachballen-Pflanzung vorgesehen. Die praktische Umsetzung übernahm mit Garten Moser aus Reutlingen einer der größten Dachbegrüner Deutschlands.

Die beiden extensiven Gründachbereiche wurden mit der Optigrün-Systemlösung „Na­turdach“ aufgebaut, das heißt ...

  • Festkörperdränage Typ FKD 40 (4 cm),
  • Filtervlies Typ 105 und
  • je nach Vegetationsziel 10-20 cm Extensivsubstrat Typ E-leicht.

Im zentralen Bereich, in dem höhere Vegetation (Stauden und Sträucher) gedeihen sollten, wurde die Optigrün-Systemlösung „Gartendach“ verwendet - siehe u.a. Bau­links-Beitrag „Obst und Gemüse vom Gründach“ vom 18.12.2010. Mit diesem System­aufbau kann mehr Niederschlagswasser pflanzenverfügbar gespeichert werden. Neben Sedum-Sprossen und dem Saatgut Typ E wurden verschiedene Stauden und Gehölze gepflanzt - insgesamt umfasste die Pflanzenliste etwa 50 Arten.

Ergänzend zur artenreichen Vegetationsform wurden mit Trockenmauern und Stein­schüttungen (Gabionenschotter 80-120 mm) aus Muschelkalk und Tothölzern ver­schiedene Habitate für die Kleintierwelt geschaffen. So wundert es nicht, dass nicht nur die Mitarbeiter und Besucher des Umweltamtes, sondern die Mitarbeiter des ge­samten Gebäudes die neu angelegte Dachterrasse als Pausenfläche nutzen. Birgit Wiedmann vom Gartenbauamt berichtete: „Wir nutzen die Dachbegrünung auch als Anschauungsobjekt und führen gerne unsere internationalen Gäste über das schöne Dach - ein schönes Imageobjekt!“

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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