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Expo Real-Stimmungsbarometer: Branche wünscht sich koordinierte EU-Finanz- und Wirtschaftspolitik


(25.9.2017) 1.575 Messeteilnehmer auf Entscheider-Ebene nahmen an der  Online-Umfrage zum ersten Expo Real Stimmungsbarometer teil. Die wesentlichen Erkenntnisse sind:

  • Der Immobilienbranche geht es gut und ihre Vertreter rechnen damit, dass die Zinspolitik den Boom weiter begünstigt.
  • Deutschland ist zur Zeit der beliebteste Markt.
  • Großes Interesse besteht an Gesundheits- und Pflegeimmobilien.
  • Die Digitalisierung gewinnt an Bedeutung.
  • Hinsichtlich des Brexits ist man gelassen.
  • Die Finanz- und Wirtschaftspolitik in der EU sollte stärker koordiniert werden.

Das Meinungsforschungsinstitut IfaD hat die Befragung im Juli im Auftrag der Messe München durchgeführt. „Die Expo Real ist das führende Netzwerk der europäischen Immobilienwirtschaft. Unser Ziel war es, mit der Umfrage ein aussagekräftiges Meinungsbild zur Stimmung in der Branche zu gewinnen,“ so Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München.

Für EU und Euro

Das Expo Real Stimmungsbarometer zeigt, dass die Immobilienbranche sowohl der EU als auch dem Euro positiv gegenübersteht. Eine Auflösung der EU und die Rückkehr zu landeseigenen Währungen werden von über 90% der Befragten als nicht erstrebenswert betrachtet. Im Gegenteil: Die überwiegende Mehrheit (84%) ist der Meinung, dass eine koordinierte Finanz- und Wirtschaftspolitik wünschenswert wäre, und mehr als die Hälfte (58%) sprach sich für einen EU-Fi­nanzhaushalt und EU-Finanzminister aus.


Entspannung beim Thema Brexit

Löste die Entscheidung für den Brexit zunächst einige Schockwellen aus - auf der letztjährigen Expo Real war die Entscheidung der Britten Gesprächsthema Nummer 1 -, so hat sich die Lage inzwischen deutlich entspannt. Nur ein Fünftel der befragten Unternehmen spürt direkte Auswirkungen, 13% haben ihre Strategie den Gegebenheiten angepasst. Die Mehrheit dagegen geht ihren bisherigen Geschäften völlig unbeeindruckt weiter nach.

Digitalisierung gewinnt an Gewicht

Zwar gilt die Immobilienbranche als eher konservativ, doch fast einhellig (91%) sehen die Befragten die Potenziale digitaler Produkte sowie Services, und knapp die Hälfte (47%) bietet sie bereits auch an. Fast ebenso hoch (44%) ist der Anteil derer, die mit spezialisierten Technologie-Unternehmen oder Start-ups bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zusammenarbeiten. Mit anderen Worten: Die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft schreitet zügig voran.


Hohes Interesse an Gesundheits- und Pflegeimmobilien

Die Frage nach den Nutzungsarten mit dem größten Bedeutungszuwachs ergibt einen klaren Favoriten: Nr. 1 sind die Wohnimmobilien. Würde man die drei Segmente gefördertes, normales und luxuriöses Wohnen zusammenziehen, kommt die Befragung sogar auf einen Nettowert von 85%. Nr. 2 sind Gesundheits- und Pflegeimmobilien, gefolgt von der Logistik.

Die interessantesten Märkte für Investitionen

Bei den Befragten stehen eindeutig die europäischen Märkte und die USA als Investitionsziele im Vordergrund. Vielleicht wenig verwunderlich, dass Deutschland ganz weit oben steht. Mit deutlichem Abstand folgen die Nachbarländer Österreich, Schweiz und Benelux. Gleichauf liegen Mittel-, Ost- sowie Südosteuropa und Frankreich. Unmittelbar darauf folgen die USA, Südeuropa, die Nordischen Länder sowie Großbritannien und Irland. Und schaut man nach Asien, so ist China der Favorit.


Positive Einschätzung der künftigen Zinsentwicklung

Die niedrigen Zinsen waren bisher ein wichtiger Treiber der guten Entwicklung auf den Immobilienmärkten. Hier rechnet die überwiegende Mehrheit der Befragten (97%) in diesem und im nächsten Jahr nicht mit einer radikalen Wende, sondern allenfalls mit einem moderaten Anstieg - und der kann nach allgemeiner Einschätzung vom Markt ohne große Verwerfungen aufgefangen werden.

Die Rallye geht weiter

Nahezu alle Befragten gehen davon aus, dass die in Immobilien investierten Geldsummen in diesem und im nächsten Jahr weiter steigen oder doch zumindest auf gleichem Niveau bleiben werden. Generell blickt die Branche demnach weiter positiv in die Zukunft.


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