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FachWerk: Hilfe für die Digitalisierung des Handwerks von der Uni Kassel


Prof. Dr. Patrick Spieth
  

(16.8.2020) Handwerkszeug ist heutzutage mehr als Kelle und Schraubenzieher - Wirtschaftswissenschaftler der Uni Kassel haben deshalb eine Lehr- und Lernplattform entwickelt, die dem Handwerk bei der Digitalisierung helfen soll. Dazu gehören auch neue Schulungsformate, beispielsweise für die Anwendung von Augmented Reality im Handwerk.

Prof. Dr. Patrick Spieth hat zusammen mit Kollegen im Rahmen des Projekts „FachWerk“ Zukunftsszenarien entwickelt und leitet daraus die Auswirkungen von technologischen Megatrends auf das Handwerk ab. Die Plattform gibt Hilfestellung für die Einführung von beispielsweise BIM oder einer digitalen Fuhrparkverwaltung. Zudem bietet sie Schulungsformate für Handwerker, etwa beim Einsatz von Virtueller oder Ergänzter Realität, und eine selbstentwickelte Messskala zur Kompetenz im Umgang mit digitalen Technologien.

„Digitale Technologien bieten Handwerksunternehmen bereits heute eine Vielzahl von Möglichkeiten in Arbeits-, Produktions- und Geschäftsprozessen. Unser Projekt Fach­Werk verfolgte das Ziel, Fachkräfte für die Nutzung digitaler Technologien zu qualifizieren und manuelle, erfahrungsbasierte und nicht automatisierbare Tätigkeiten des Handwerks digital zu unterstützen“, erläuterte Prof. Spieth, der an der Universität Kassel das Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement sowie Entrepreneurship leitet.

Die Plattform wird derzeit Handwerks-Betrieben in Nordhessen über das Berufsförderungswerk des Handwerks zur Verfügung gestellt. „Die Wirtschaft steckt mitten in einer gewaltigen Transformation“, so Prof. Spieth. „Aber viele Betriebe, insbesondere kleine Betriebe, haben noch Nachholbedarf. Oft sehen sie nicht, welche Chancen ihnen die Digitalisierung bietet. Wir wirken mit FachWerk auch einer digitalen Spaltung im Handwerk entgegen, damit kleinere Betriebe, aber auch ältere oder arbeitslose Handwerker nicht abgehängt werden.“

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit mehr als 1,3 Mio. Euro gefördert. Beteiligt waren neben dem Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement sowie Entrepreneurship auch das Fachgebiet Mensch-Maschine-Sys­temtechnik der Universität Kassel, das Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover, das Berufsförderungswerk des Handwerks gGmbH in Korbach, die Firmen Gringel Bau + Plan GmbH in Schwalmstadt sowie Hübschmann Aufzüge GmbH & Co KG in Korbach, die Agentur für Arbeit Korbach und die Handwerkskammer Kassel.

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