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5,7% mehr Geld im Garten- und Landschaftsbau in zwei Schritten


  

(30.8.2021) Im 24. August einigten sich der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen. Die neuen Tarifverträge laufen 24 Monate. Nach zwei Nullmonaten werden die Entgelte im GaLaBau in zwei Schritten erhöht:

  • zum 1.9.2021 im Westen um 2,9% und im Osten um 3,4% sowie
  • zum 1.7.2022  im Westen um weitere 2,8% und im Osten um 3,3%.

Damit gilt ab Mitte 2022 in dieser Branche gleicher Lohn für gleiche Arbeit in Ost und West. Des Weiteren hat man sich darauf verständigt, für die Themen „Freizeit statt Lohnerhöhung (Wahlmodell)“ sowie „Stärkung des Berufsstandes durch bezahlte Freistellung für ehrenamtliche Arbeit, wie Prüfungsabnahmen, Arbeit in Berufsbildungsausschüssen, etc.“ in den nächsten zwölf Monaten Lösungen zu finden.

„Kraftakt“ für GALABAU-Betriebe

„Der Tarifabschluss ist das Ergebnis von drei harten Verhandlungsrunden“, kommentiert der Vorsitzende des BGL-Tarifausschusses Uwe Keller-Tersch. Der neue Tarifvertrag gilt für die bundesweit über 120.000 gewerblichen und angestellten LandschaftsgärtnerInnen.

„Unsere Einigung fand vor dem Hintergrund einer aktuell sehr guten Auftrags- und Umsatzsituation im Garten- und Landschaftsbau statt. Als Arbeitgeber sehen wir dieses Ergebnis jedoch mit sehr gemischten Gefühlen: Einerseits ist das Anerkennung für unsere MitarbeiterInnen, die damit am Erfolg der Branche teilhaben - und gleichzeitig die Chance, noch attraktiver im harten Kampf um Fachkräfte zu werden“, so Herr Keller-Tersch. „Andererseits sehen wir Unternehmer die stark steigenden Lohnkosten auch mit großer Sorge, denn sie sind eine finanzielle Bürde. Die aktuellen, weltweiten Materialengpässe aufgrund der Corona-Pandemie üben erheblichen Druck auf unsere Unternehmen aus – unter anderem durch deutlich steigende Preise für fast alle Baumaterialien. Zudem verlangen Digitalisierung und neue Betriebs- und Arbeitsbedingungen für Umwelt- und Klimaschutz von uns ArbeitgeberInnen parallel deutliche Investitionen. Das bedeutet einen Kraftakt, gerade für kleine und mittelständische Unternehmen.“

„faire und soziale Tarifpartnerschaft“

Carsten Burckhardt, Verhandlungsführer und Bundesvorstandsmitglied der IG-Bau, betont: „Das ist ein guter Kompromiss, den wir nach drei Verhandlungsrunden mit dem Bundesverband für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau erzielt haben. Das zeugt von einer fairen und sozialen Tarifpartnerschaft.“ Er freut sich insbesondere darüber, dass „nach 31 Jahren deutsche Einheit endlich Einkommensgleichheit im Garten- und Landschaftsbau herrscht“.

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