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„Arena del Futuro“: Induktives Aufladen von Elektrofahrzeugen per spezieller Fahrspur


  

(4.8.2022) Um die Dekarbonisierung im Mobilitätssektor hinsichtlich der „on the fly“-Auf­la­dung von Elektrofahrzeugen weiter erforschen zu können, wurde der Rundkurs „Arena del Futuro“ neben der Autobahn A35 Brebemi bei Chiari gebaut (siehe Google-Maps).

Am 10. Juni kam Francesco Bettoni, der Vorstandsvorsitzende von A35 Brebemi, gemeinsam mit allen Projektpartnern und Ministerin Mariastella Gelmini nach Chiari (Bs), um der Öffentlichkeit eine induktive Ladetechnologie für Elektrofahrzeuge mit der Bezeichnung DWPT (Dynamic Wireless Power Transfer) vorzustellen. An diesem italienischen Pilotprojekt, das von A35 Brebemi koordiniert wird, beteiligen sich ABB, Electreon, IVECO, IVECO BUS, Mapei, Pizzarotti, Politecnico di Milano, Prysmian, Stellantis, TIM, FIAMM Energy Technology, Università Roma Tre, Università di Parma, Vigili del Fuoco und das Innenministerium mit Polizia Stradale.

Die vorgestellte Technologie ermöglicht das Aufladen der Batterien von Elektrofahrzeugen, während diese in speziellen Fahrspuren unterwegs sind. Das Spulensystem, das sich unter dem Asphalt befindet, überträgt die Energie direkt auf die Fahrzeuge (Pkw, Lkw und Busse). Die genannten industriellen Unternehmen und -gremien untersuchten dazu emissionsfreie Mobilitätssysteme, bei denen verschiedene Elemente miteinander in Wechselwirkung treten - wie Asphalt, Steuergeräte, Kabel, Elektrofahrzeuge und 5G-Konnektivität.

Bilder © Mapei 

Mapeis Beitrag als Bauproduktehersteller

... bestand/besteht in der Entwicklung langlebiger Straßenbeläge, in denen die magnetischen Induktionsspulen untergebracht sind und die kompatibel zu den örtlichen Störfestigkeitsanforderungen auszulegen sind. Durch spezielle Beimischungen sollte zudem die Straßeninstandhaltung erleichtert werden. Dazu wurden drei Unternehmen (Mapei, Vaga und Polyglass) des Konzerns mobilisiert. Von ihnen stammen ...

  • der Spezialmörtel für die Induktionsstrahler zum Schutz der Spulen, hergestellt aus Materialien mit geringer Störbeeinflussung magnetischer Felder und idealer Haftung auf den Bitumenzwischenbahnen,
  • ein spezieller Untergrundmörtel mit Polymerbestandteilen zur Unterbodenverlegung und Einbettung der Kabel und Steuergeräte für die Verbindung der Systemmanagementeinheiten mit den Spulen,
  • eine modifizierte Bitumenbahn, die nach dem Aushärten des Mörtels auf dessen Oberfläche aufgetragen wird, um eine gute Verbindung mit den Asphaltschichten über den Spulen zu schaffen, die Ausbreitung von Rissen zu verhindern und ihre Undurchlässigkeit zu garantieren sowie
  • chemische Beimischungen für alle oberhalb der Spulen verlegten Schichten, um das Auftragen der Bitumenmischung zu vereinfachen und insbesondere ihre Lebensdauer zu verlängern, wenn diese intensiven Magnetfeldern ausgesetzt ist.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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