Leichter Anstieg der Homeoffice-Quote im Jahr 2025
(22.04.2026) Im Jahr 2025 waren 25 % aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) aktuell mitteilt. Somit war der Anteil etwas höher als im Jahr 2024 mit 24 % und 2023 mit 23 %. Wie sich das Arbeiten von zuhause aus inzwischen etabliert hat, zeigt der Vergleich mit dem Vor-Corona-Niveau: 2019 hatten lediglich 13 % der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice gearbeitet.
Homeoffice wird an weniger Tagen genutzt
Homeoffice wird inzwischen weniger umfänglich genutzt als zu Pandemiezeiten. So arbeitete im Jahr 2025 wie im Vorjahr knapp 24 % der Homeoffice-Nutzenden ausschließlich von zu Hause aus. 46 % der Erwerbstätigen, die Homeoffice nutzten, arbeiteten weniger als die Hälfte ihrer Arbeitstage zu Hause, wie bereits im Jahr 2024. Im von der Pandemie stark geprägten Jahr 2021 waren die Anteile noch deutlicher in Richtung Homeoffice-Nutzung verschoben: Damals waren 40 % der Nutzenden vollständig im Homeoffice, 31 % arbeiteten seltener im Homeoffice als am Arbeitsplatz.
Wie häufig Erwerbstätige Homeoffice nutzen, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, etwa von der Größe des Unternehmens oder dem Alter der Beschäftigten. So steigt der Homeoffice-Anteil mit der Größe des Unternehmens: Arbeiteten in kleinen Unternehmen mit bis 49 tätigen Personen 19 % der Erwerbstätigen von zu Hause aus, so waren es in mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Personen bereits 23 %. In großen Unternehmen mit mindestens 250 tätigen Personen war der Homeoffice-Anteil mit 35 % am höchsten.
Den höchsten Homeoffice-Anteil unter den Erwerbstätigen, die zumindest gelegentlich von zuhause arbeiteten, hatten 2025 die 35- bis 44-Jährigen mit 30 %, gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen mit 28 %, eher selten die 15- bis 24-jährigen mit 10 % und 55- bis 64-jährige Erwerbstätige zu 22 %.
Branchenverteilung
Am höchsten war der Anteil 2025 der Homeoffice-Nutzung in den Bereichen IT-Dienstleistungen, Verwaltung und Führung von Unternehmen sowie in der Unternehmensberatung: Dort arbeiteten jeweils 74 % der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Im Bereich Informationsdienstleistungen nahmen 68 % Homeoffice in Anspruch, wie auch bei Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen mit 68 %. In der Gastronomie konnten mit 6 % die wenigsten Erwerbstätigen ihre Arbeit auch zu Hause ausüben.
Eine Tätigkeit in der Gebäudebetreuung oder im Garten- und Landschaftsbau (7 %), im Kfz-Handel sowie der Kfz-Reparatur oder im Einzelhandel (jeweils 10 %) wurde nur selten im Homeoffice ausgeübt.
Homeoffice-Anteil im EU-Vergleich
Der Homeoffice-Anteil in Deutschland lag im Jahr 2025 leicht über dem Durchschnitt der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Laut EU-Statistikbehörde Eurostat arbeiteten EU-weit durchschnittlich 23 % aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren zumindest gelegentlich von zu Hause aus.
Auswahl höchste und niedrigste Quote:
- Niederlande 52 %
- Schweden 45 %
- Luxemburg 43 %
- Rumänien und Bulgarien jeweils 4 %
- Griechenland 7%
siehe auch für zusätzliche Informationen:
ausgewählte weitere Meldungen:
- Preisatlas Handwerk 2026: Fachkräftemangel beeinflusst Preise und Auslastung (21.04.2026)
- Tarifbindung 2025 in Deutschland bei 49 % (20.03.2026)
- Gründerplattform, Blitzbefragung und EU Inc. (Bauletter vom 19.03.2026)
siehe zudem:
- Baubranche, Arbeitsmarkt, Architektur und Ingenieurbau bei BAULINKS.de
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