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DGfM verweist auf Kostenunterschiede zwischen Bauweisen im Geschosswohnungsbau

(12.06.2026) Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) hat die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Fertigstellungszahlen für das Jahr 2025 ausgewertet und Unterschiede bei den veranschlagten Baukosten im Geschosswohnungsbau herausgestellt.

Nach Angaben der DGfM lagen die veranschlagten Kosten bei Wohngebäuden mit drei oder mehr Wohnungen für mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton im Durchschnitt bei rund 392 Euro je m³ umbauten Raums. Für Ziegel wurden rund 426 Euro und für Stahlbeton rund 428 Euro je m³ ausgewiesen. Für Holz lagen die Kosten bei rund 481 Euro, für Holz-Fertigteilbauten bei rund 489 Euro je m³ umbauten Raums.

Auf Basis dieser Daten errechnete die DGfM einen Kostenindex, bei dem der Durchschnitt aller Bauweisen mit 100 angesetzt wurde. Mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton erreichten demnach einen Wert von 94,6. Für Ziegel wurde ein Wert von 102,9 ermittelt, für Stahlbeton 103,4 sowie für Holz 116,1 und für Holz-Fertigteilbauten 118,0. Nach Berechnungen der DGfM liegen die veranschlagten Kosten von Holz-Fertigteilbauten somit rund 24,7 % über denen mineralischer Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton.

Grundlage der Auswertung sind die von Destatis veröffentlichten Fertigstellungszahlen 2025 für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen. Verglichen wurden die veranschlagten Kosten je m³ umbauten Raums fertiggestellter Gebäude.

„Mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton sind nicht nur wirtschaftlich tragfähig, sondern leisten durch die dauerhafte CO₂-Speicherung infolge der Recarbonatisierung auch einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Bauen”, erklärt Dr. Hannes Zapf, Vorstandsvorsitzender der DGfM.

DGfM-Geschäftsführer Christian Bruch sieht in den aktuellen Zahlen zugleich ein deutliches Signal für die wohnungspolitische Debatte: „Das häufig behauptete Einsparpotenzial des Holz-Fertigteilbaus spiegelt sich in den aktuellen Destatis-Zahlen nicht wider. Gerade vor dem Hintergrund des angespannten Wohnungsmarktes braucht Deutschland eine technologieoffene Förderung, die sich an realen Baukosten und tatsächlicher Umsetzbarkeit orientiert.”

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