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Kneer integriert automatisierte Lüftungslösung mit Fensterantrieb DK 100 und Roto Komfort Axer

(23.06.2026) Die Kneer GmbH hat den Fensterantrieb DK 100 der Gröninger Antriebstechnik GmbH erstmals gemeinsam mit dem Komfort Axer der Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH in einem Fenstersystem verbaut. Die Kombination ermöglicht das automatisierte Kippen und Schließen von Fenstern. Dabei verschiebt der im Blendrahmen integrierte Antrieb den unteren Schließzapfen und setzt den Beschlag in Bewegung. Über den Komfort Axer wird der Fensterflügel in die Kippstellung gebracht.

Gröninger-Fensterantrieb DK-100 im Profil Rehau Synego. (Bild: Gröninger Antriebstechnik GmbH) 

Die technische Entwicklung der Lösung begann im Roto Technologie-Center in Leinfelden-Echterdingen. Dort wurde der Komfort Axer so weiterentwickelt, dass er ein Flügelgewicht von bis zu 80 kg bei einer Öffnungsweite von 100 mm tragen kann. Nach Dauerlauftests gemäß der Dauerlaufklasse H3 mit 20.000 Zyklen sowie einer erfolgreichen Systemprüfung integrierte Kneer die Komponenten erstmals in das Profilsystem Synego von Rehau.

Thomas Reinhard, Produkt-, Qualitäts- und Entwicklungsmanager bei Kneer, erklärt: „Zusätzlich zu unserer automatisierten Fertigung haben wir jederzeit die Möglichkeit, Bauteile wie den Fensterantrieb DK 100 flexibel in unsere Fertigungslinie zu integrieren. Zugleich bietet die automatisierte Lüftungslösung unseren Kunden einen spürbaren Mehrwert.”

In der Kneer-Fensterfertigung, (v.l.n.r.): Matthias Gröninger (Gröninger Antriebstechnik), Thomas Reinhard (Kneer), Witali Nickel (Kneer), Franz Kick (Roto). (Bild: Gröninger Antriebstechnik GmbH) 

Einsatz im Badezimmer

Ein möglicher Anwendungsbereich ist das Badezimmer, wo regelmäßiges Lüften zur Reduzierung der Luftfeuchtigkeit beiträgt. In Verbindung mit einem Feuchtigkeitssensor kann die Lüftung automatisiert erfolgen. Alternativ bleibt die manuelle Bedienung des Fensters zum Kippen oder Öffnen erhalten. Nach einer definierten Lüftungszeit kann das Fenster automatisch wieder geschlossen werden.

Kneer plant zunächst, den Fensterantrieb als optionale Ausstattung für Badezimmerfenster anzubieten. Interessierte Kunden können sich vorab über die Funktionsweise informieren und bei Bedarf weitere Antriebslösungen anfragen.

Integration in Smart-Home-Systeme

In der Musterfertigung von Kneer am Standort Schnelldorf wurde die Inbetriebnahme des Antriebs mithilfe eines Einstellkabels getestet. Nach einem Funktionstest kann die Antriebseinheit an die Elektroinstallation übergeben und in ein Smart-Home-System eingebunden werden.

Für Fensterbauer, die eine vollständige Systemlösung anbieten möchten, steht eine Integration in das Homematic-Funksystem zur Verfügung. Die einzelnen Komponenten werden über QR-Codes in der App verknüpft. Für den DK 100 ist zudem ein Steuerungsmodul von Texino, eine Marke der Veka AG, verfügbar, das die Anbindung des Antriebs ermöglicht.

Die Fenstersteuerung von Texino verbindet den Fensterantrieb DK-100 mit dem Funk-System Homematic. (Bild: Veka) 

Kombination mit TiltSafe-Technologie geplant

Als weiterer Entwicklungsschritt wird die Kombination des Fensterantriebs mit der Roto TiltSafe-Technologie vorgestellt. Diese ermöglicht nach Herstellerangaben auch bei gekipptem Fenster einen Einbruchschutz gemäß Widerstandsklasse RC2 bei einer Kippweite von 65 mm. Im geschlossenen Zustand wird ein Sicherheitsniveau von RC3 erreicht.

Auf der diesjährigen Fachmesse Fensterbau Frontale präsentierte Gröninger bereits dazu ein zweiteiliges Fensterelement. Der obere Bereich ist mit dem Fensterantrieb DK 100 und dem Komfort Axer ausgestattet und erreicht eine Kippweite von 100 mm. Im unteren Bereich kommt die TiltSafe-Technologie mit einer Kippöffnung von 65 mm zum Einsatz. Besucher sollen dabei beurteilen, ob diese Öffnungsweite für sichere Lüftungskonzepte ausreichend ist.

Kneer-Musterbau: letzte Anpassungen vor dem Testlauf (Bild: Gröninger) 

Anwendungen für sichere Lüftung

Die TiltSafe-Technologie richtet sich insbesondere an Gebäude, in denen eine sichere Nachtlüftung gefordert ist. Genannt werden unter anderem Schulen, Bürogebäude und Verwaltungsbauten, bei denen Lüftung und Einbruchschutz miteinander kombiniert werden sollen. Das vorgestellte Fenstermodell soll daher künftig auch auf weiteren Fachveranstaltungen und Messen eingesetzt werden.

Weitere Informationen können per E-Mail an Kneer GmbH angefordert werden.

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