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Bircocanal sichert Wasserstoffleitungen für HY.Waiblingen

(10.09.2026) Für das Projekt HY.Waiblingen entsteht eine Wasserstoffinfrastruktur für ÖPNV und Schwerlastverkehr. Die sensiblen Leitungen werden oberflächennah und wartungsfreundlich in Versorgungskanälen von Birco geführt. 

Wasserstofftankstelle in Niebüll von GP Joule - ein Referenzprojekt in Aufbau und Funktionsweise ähnlich HY.Waiblingen. (Fotos: GP Joule GmbH) 

Grüner Wasserstoff für den ÖPNV in Waiblingen

In Waiblingen entsteht eine neue Wasserstofftankstelle mit angeschlossenem Elektrolyseur, die ab diesem Jahr den ÖPNV sowie den Schwerlastverkehr mit grünem Wasserstoff versorgen soll. Das Projekt HY.Waiblingen wird von den Stadtwerken Waiblingen, der Item UG und dem Projektplaner GP Joule umgesetzt. Geplant ist, dass künftig Wasserstoffbusse im Linienbetrieb unterwegs sind.

Im Elektrolyseur wird Wasser mithilfe erneuerbarer Energiequellen in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Der erzeugte Wasserstoff wird in Verdichtungsstufen aufbereitet, in Speichertanks unter hohem Druck vorgehalten und anschließend mit 350 bar für Busse und LKW sowie mit 700 bar für PKW abgegeben.

Sichere Leitungsführung zwischen Elektrolyseur und Zapfsäule

Damit der produzierte Wasserstoff sicher zur Tankstelle gelangt, sind sämtliche Anlagenkomponenten durch ein durchgängiges Leitungssystem verbunden. Für die oberflächennahe und geschützte Führung dieser Leitungen setzt GP Joule auf Versorgungskanäle von Birco. Leitungen für Wasserstoff müssen nach DIN EN 13480-4 sowie den DVGW-Regelwerken G 463 und G 464 ausgelegt werden.

Eine klassische unterirdische Verlegung wäre deutlich wartungsintensiver und kostenaufwendiger. Oberirdische Systeme wiederum bergen ein erhöhtes Unfallrisiko. „Eine oberflächennahe Gasführung ist für uns die effizienteste Lösung”, erklärt Bauingenieur Flemming Jörgensen von GP Joule. Versorgungskanäle wie Bircocanal verbinden Sicherheit, Zugänglichkeit und einen übersichtlichen Aufbau.

In den Versorgungskanälen Bircocanal sind die Wasserstoffleitungen sicher verschraubt und klar sichtbar für Wartung und Kontrolle. (Fotos: GP Joule GmbH) 

Bircocanal: Betonrinnen mit integrierter Befestigungstechnik

Für HY.Waiblingen werden Versorgungskanäle der Nennweiten 320 und 520 mm eingesetzt. Diese Rinnen bestehen aus Stahlbeton der Belastungsklasse F 900 und verfügen ab Werk über Massivstahlzargen. Die Befestigung der Leitungen erfolgt über werkseitig integrierte Halfenprofile. „Bircocanal ist modular und passt sich jeder Anforderung an”, sagt Steffen Kappenberger, Teamleiter Verkauf im Innendienst bei Birco. Die integrierten Halfenprofile ermöglichen sogar die Installation mehrerer Leitungsebenen, ein Vorteil für zukünftige Erweiterungen der Anlage.

Infografik zur Wasserstoffproduktion: Aufspaltung von Wasser, Speicherung, Verdichtung und Bereitstellung zur Betankung. (Fotos: GP Joule GmbH) 

Technische Anpassung mit Bircomax-i

Im Projekt gab es eine Stelle, an der eine geneigte Kühlleitung eingebaut werden musste. Da die Standardtiefe von Bircocanal hierfür nicht ausreichte, wurde die tiefere Entwässerungsrinne Bircomax-i mit einer Bauhöhe von 1 m verwendet. Über eine Adapterscheibe konnte sie problemlos in das bestehende System eingebunden werden. „Ein gutes Beispiel für die lösungsorientierte Arbeitsweise von Birco”, so Flemming Jörgensen. Bei Planung und Anpassung standen die Birco-Fachberater kontinuierlich zur Seite.

Sicherheitsaspekt: kontrollierte Ausgasung

Für die oberflächennah geführten Wasserstoffleitungen kommen offene Doppelsteg-Gussabdeckungen zum Einsatz. Diese Bauweise ermöglicht, dass sich eventuell austretender Wasserstoff nach oben verflüchtigen kann, ohne dass sich explosionsfähiges Knallgas bildet.

HY.Waiblingen ist Teil der Bundesinitiative HyLand (Kategorie HyPerformer) zur Förderung einer CO₂-neutralen Mobilität. Mit Bircocanal bietet Birco ein Rinnensystem, das Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit mit hoher technischer Belastbarkeit kombiniert und damit einen wichtigen Bestandteil für eine zukünftige Wasserstoffinfrastruktur liefert.

Weitere Informationen können per E-Mail an Birco angefordert werden.

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