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1,2 Mio. gefährliche Mängel an Feuerungsanlagen

(14.6.2010) Jedes Jahr werden von rund 8.000 Bezirksschornsteinfegermeistern bundesweit über 180 Millionen Daten erhoben. Diese beinhalten Mängel an Feuerungs- und Lüftungsanlagen, CO-Messungen an Gasfeuerstätten, Messungen nach der 1. BImSchV an Öl- und Gasfeuerungsanlagen sowie Emissionsmessungen an Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe.

Einen Überblick über die Ergebnisse der Arbeit des Schornsteinfegerhandwerks geben die aktuellen Erhebungen für das Jahr 2009, die als fundierte Datenbasis Forschung, Industrie und Behörden über den tatsächlichen Bestand der Heizungsanlagen in deutschen Haushalten informiert.

<!---->So registrieren Deutschlands Schornsteinfeger jedes Jahr über 322.000 sicherheitsrelevante Mängel an neu installierten und wesentlich geänderten Feuerungsanlagen. Das sind schon mehr als ein Drittel der Gesamtmängel am Anlagenbestand. Trotz jährlicher Wartung vor der Überprüfung durch die Schornsteinfeger finden diese über 1,2 Millionen gefährliche Mängel jedes Jahr.

Schlecht gewartete oder verschmutzte Gasfeuerungsanlagen produzieren durch unvollständige Verbrennung das tödlich giftige, aber geruchs- und geschmacksfreie Gas Kohlenmonoxid (CO). Während im Europäischen Ausland jährlich eine Vielzahl CO-Vergiftungen zum Teil mit tödlichem Ausgang zu verzeichnen sind (zum Beispiel in Belgien jährlich etwa 200 CO-Unfälle), sorgt die wiederkehrende Überwachung des Schornsteinfegerhandwerks an den über 12 Millionen Gasfeuerstätten in Deutschland für unbedeutende Unfallzahlen. So konnte die Quote der Anlagen mit lebensgefährlichen Kohlenmonoxidkonzentrationen im Abgas von über 1.000 ppm CO seit 1993 von 5,0 auf 1,6 Prozent gedrückt werden.

Laut einer Emnid-Umfrage sind 70 Prozent der Bundesbürger davon überzeugt, dass ihre Heizungsanlage energieeffizient arbeitet. Die jährlich veröffentlichten Zahlen des Schornsteinfegerhandwerks sprechen dagegen eine ganz andere Sprache. Danach ist jede fünfte Gasfeuerungsanlage und sogar jede dritte Ölfeuerungsanlage beinahe 20 Jahre alt. Bei solch veralteten Techniken bleiben riesige Energieeinspar-Potenziale ungenutzt. Die Fehleinschätzung der Verbraucher, dass funktionierende Heizungsanlagen automatisch auch effizient arbeiten, lässt die Belastungen von Haus- und Wohnungsbesitzern in die Höhe klettern und auch Deutschlands Klimaschutzziele in weite Ferne rücken.

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