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Branchentalk: Fliesenlegerhandwerk zeigt sich zuversichtlich

(12.5.2014) Das Fliesenlegerhandwerk schätzt die aktuelle wirtschaftliche Situation der Branche positiv ein. In einem Branchentalk auf dem Gipfeltreffen 2014 des Fach­verbandes Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes am 2. Mai 2014 in Mainz bewerteten das Handwerk und die Zulieferfirmen Mapei GmbH so­wie Sopro Bauchemie GmbH die derzeitige wirtschaftliche Lage positiv und sprachen über die Perspektiven der Branche.

v.l.n.r.: Thomas Schäfer (Sopro), Dr. Uwe Gruber (Mapei), Moderator Dr. Norbert Lehmann, FNN-Vorsitzender Karl-Hans Körner und Gustav Treulieb (Bundesverband Deutscher Steinmetze) (Bild vergrößern)

Zum Auftakt bewertete der Vorsitzende des Fachverbands Fliesen und Naturstein, Karl-Hans Körner, die derzeitige Situation als gut:

  • „Ich bin als Vorsitzender und Unternehmer zuversichtlich. Jeder Unternehmer ist zu seinem eigenen Schmied für den Erfolg geworden und muss sich so auf­stellen, dass es funktioniert. Aber es funktioniert, wenn vor allem die Qualität der ausgeführten Fliesenarbeiten und der Service stimmt“, so Körner. Der Preis sei leider immer noch entscheidend. „Aber 80 Prozent unserer Aufträge bekom­men wir über Empfehlungen und dort ist die Qualität dann ausschlaggebend!“

Von Seiten der Industrie waren Vertreter der Bauchemieunternehmen Sopro Bauche­mie GmbH und Mapei GmbH in den Branchentalk eingebunden. Beide Firmen sind lang­jährige Partner des Fachverbandes und unterstützten das Gipfeltreffen 2014 in Mainz:

  • Thomas Schäfer, Verkaufsleiter Süd der Sopro Bauchemie GmbH, sprach von ei­nem guten Jahr mit zweistelligem Wachstum. „Der Bau, insbesondere das Flie­senlegerhandwerk, laufe trotz der Politik gut.“
  • Auch Dr. Uwe Gruber, Geschäftsführer der Mapei GmbH, berichtete, dass das Jahr für sein Unternehmen positiv bonnen hätte. „Der Trend für die Fliese geht nach oben, es wird viel gebaut und viel modernisiert. Das merken wir auch als Bauchemiehersteller.“

Die vor zehn Jahren abgeschaffte Meisterpflicht spielte ebenfalls eine Rolle:

  • „Wir sind leider zum besten Negativbeispiel geworden. Wir sind von der Politik verkauft worden, müssen aber nun damit klar kommen“, appellierte Körner an die Branche.
  • In diesem Zusammenhang forderten auch die Branchenpartner Sopro und Mapei die Verleger auf, qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten. „Bauen ist ein komple­xer Vorgang, bei dem nur mit entsprechendem Know-how und Qualität ein ein­wandfreies Endprodukt möglich ist“, so Gruber. „Freiwillige Aus- und Weiterbil­dung ist der richtige Weg“, so Gruber. Daher begrüßen Mapei und Sopro die Ein­führung des Qualifizierungsprogramms ,Zert-Fliese’. Beide Unternehmen wollen Veranstaltungen für das freiwillige Qualifizierungsprogramm des Fachverbandes anbieten. Schäfer zum Abschluss: „Verleger und Zulieferer sind durch die He­rausforderungen für das Handwerk stärker zusammengewachsen. Wir sitzen im selben Boot und stellen uns gemeinsam den Herausforderungen!“

Am Branchentalk nahm zudem Gustav Treulieb, Bundesinnungsmeister des Bundesver­bandes Deutscher Steinmetze, teil. Die Bundesverbände des Fliesenlegerhandwerks und der Steinmetze arbeiten in einigen Punkten eng zusammen. Auch er verwies auf die zu leistende Qualität. „Sonst haben wir als Handwerk keine Chance! Aber wir brau­chen dafür gute Mitarbeiter und müssen gut ausbilden, um den Bedarf an Handwerker­leistungen decken zu können.“ Er berichtete, dass sein Handwerk aufgrund der erfor­derlichen Kreativität und des positiven Images auch auf viele Quereinsteiger, v.a. aus dem Hochschulbereich zurückgreifen könnte.

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