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Historisches Holzhaus in der Russischen Siedlung Alexandrowka (in Potsdam) innen gedämmt

(31.8.2020) Historische Fassaden und Gebäude lassen sich meistens nur von innen energetisch ertüchtigen - anhand der historischen russischen Siedlung Alexandrowka in Potsdam ist das leicht nachvollziehbar: Filigrane Schnitzereien und dunkle Stämme prägen das Erscheinungsbild der Häuser. Erbaut im 19. Jahrhundert, zählen die zwölf Anwesen mit ihren Gärten zum UNESCO-Welterbe - und lassen sich nicht von außen dämmen (siehe auch Google-Maps).

Fotos © UdiDämmsysteme 

Die Siedlung war ein Zeichen der Freundschaft zwischen Monarchen: Friedrich Wilhelm III. von Preußen ließ sie 1826 zur Erinnerung an den russischen Zar Alexander I. errichten, der ein Jahr zuvor gestorben war. Als erste Bewohner zogen zwölf Sänger eines russischen Soldatenchors ein. Mit den Planungen der Grünanlagen wurde der Gar­tenbau-Künstler Peter Joseph Lenné betraut.

Potemkinsche Wände

Die Wohngebäude, zu denen noch je ein Stall und ein Garten gehören, sehen zwar aus wie russische Blockhäuser, doch bei den Wänden handelt es sich in Wirklichkeit um ausgemauerte Fachwerk-Konstruktionen mit vorgesetzten, längshalbierten Holzstämmen.

Mangelnde Dämmung und Luftdichtheit

Die Vollziegel haben eine Rohdichte von 1,6 kg/dm³ und lassen damit nach heutigen Maßstäben energetisch deutlich zu wünschen übrig. Zudem kann insbesondere unter dem Dach kalte Luft von außen fast ungehindert durch viele Ritzen strömen.

„Bei einer solchen Ausgangslage ist das Energieeinspar-Potenzial enorm, da macht sich eine nachträgliche Dämmung schnell bezahlt“, verspricht Lutz-Michael Riess, Gebietsverkaufsleiter des sächsischen Dämmsystemherstellers UdiDämmsysteme, angesichts der Aufgabe, eines der Wohnhäuser energetisch zu ertüchtigen. Schließlich sind die Gebäude bis heute bewohnt.

Die meisten der Häuser sind heute in Privatbesitz. Im Haus Nr. 1 findet sich ein Restaurant für russische Spezialitäten, im Gebäude von Nr. 2 ist ein Museum mit Café untergebracht.

Dämmung von Innen

Für die Sanierung eines der Gebäudes entschied sich der Bauherr im zugigen Dachgeschoß für eine Einblas-Dämmung. Dazu wurde eine Verschalung mit einer Sparrendicke von 16 cm angebracht, um die Hohlräume anschließend mit Cellulose zu füllen.

In den Innenräumern waren die alten Ziegelwände mit ihren Unebenheiten und Verwerfungen die größte Herausforderung. Darum entschieden sich die Protagonisten für das Dämmsystem Udi IN RECO, das über einen Untergrund-Ausgleich verfügt. Die besonders flexiblen Holzfaserplatten schmiegen sich weich an das Mauerwerk an, und so lassen sich Unebenheiten von bis zu 2 cm ausgleichen.

Ausgleichende Wirkung hat das Dämmsystem auch auf die Luftfeuchtigkeit im Raum. Dafür sorgt die ausgeprägte Fähigkeit der Holzfasern, Feuchtigkeit aufzunehmen und bei Bedarf wieder abzugeben - unabdingbar für die Vermeidung von Schimmel. Daher kamen die Dämmplatten auch im Bad zum Einsatz.

Als Untergrund für die Dämmung und als zweite Armierungslage diente ein mineralischer Armierungsspachtel (UdiMultigrund). Er verleiht den elastischen Platten die nötige Stabilität, um darauf Fliesen mit entsprechender Verdübelung anzubringen. Denkbar wäre aber auch ein Putzaufbau aus Lehm oder Kalk gewesen.

Ein Kernelement des Dämmsystems ist der patentierter Stelldübel mit einem Teller am Kopfende. Er soll die Dämmplatte in die optimale Position bringen: Beim Verschrauben krallen sich dazu Widerhaken in die Holzfasern. So werden die flexiblen Holzfaserplatten unter Aufnahme hoher Zugkräfte gegen die Wand gepresst. Damit erübrigen sich der Einsatz von Klebstoff oder eine aufwendige Unterkonstruktion:

Das sanierte Blockhaus der Alexandrowka sieht heute von außen so aus, wie es die Potsdamer von jeher kennen. Von innen verfügt es über eine ganz ungewohnte Behaglichkeit: Immerhin konnte der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) laut Lutz-Michael Riess ...

  • von 1,10 W/m²K
  • auf 0,36 W/m²K gesenkt werden.

„Gerade zur Alexandrowka passt es gut, auf eine Dämmung aus nachwachsenden Rohstoffen zu setzen“, finden die Beteiligten. Denn die Gehöfte sind von viel Natur umgeben. In den Gärten wachsen viele historische Obstbaumsorten.

Weitere Informationen zum Dämmsystem Udi IN RECO können per E-Mail an UdiDämmsysteme angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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