Geschäftsklima Wohnungsbau erneut eingebrochen
(15.05.2026) Im April 2026 hat sich die Stimmung im Wohnungsbau massiv verschlechtert. Das Geschäftsklima fiel von -19,3 auf -28,4 Punkte. Das ist der stärkste Rückgang seit April 2022. Vor allem die Erwartungen der Unternehmen trübten sich deutlich ein, aber auch die laufenden Geschäfte wurden schlechter beurteilt. So das Ergebnis der aktuellen ifo-Konjunkturumfragen.
Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen: „Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland. Mit fragilen Lieferketten und steigenden Finanzierungskosten kommen mehrere Risiken gleichzeitig auf den Bau zu.”
Die Sorgen über mögliche Probleme bei der Versorgung mit wichtigen Vorprodukten nehmen wieder zu. Im April 2026 berichteten 9,2% der Unternehmen von Einschränkungen bei der Materialversorgung. Zuvor hatte der Wert über zwei Jahre bei rund 1% gelegen. Betroffen sind insbesondere Grundstoffe.
„Im laufenden Geschäft ist die Situation noch unverändert.” Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, blieb mit 43,8% nahezu unverändert. Die Stornierungsquote blieb ebenfalls stabil bei 10,8%.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
ausgewählte weitere Meldungen:
- ifo-Konjunkturumfrage April 2026 (Bauletter vom 11.05.2026)
- Geschäftsklimaindex April 2026: Bauhauptgewerbe stark eingebrochen (24.04.2026)
- Baustoffindustrie erwartet schlechtere Geschäfte (13.04.2026)
- Update Euroconstruct: Europäische Bauwirtschaft vor schrittweiser Erholung (27.02.2026)
- ifo Dresden berichtet: Künftige Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland (17.2.2026)
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