Spatenstich für wassergekühltes Yexio-Rechenzentrum in Herne
(29.05.2026) Mit dem Spatenstich im Funkenberg-Quartier Herne hat der Bau des Yexio-Rechenzentrums begonnen. Entwickelt wird das Projekt von Hochtief, die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch Hochtief PPP Solutions und Palladio Partners. Das Rechenzentrum ist Teil der Strategie von Hochtief zum Aufbau eines europäischen Netzwerks nachhaltiger Edge-Rechenzentren für souveräne Cloud-Lösungen.
Zum Start wird das Rechenzentrum eine IT-Leistung von 2 MW für regionale Unternehmen und öffentliche Einrichtungen bereitstellen. Die Kapazität kann bei wachsendem Bedarf auf bis zu 4 MW erweitert werden. Als Edge-Rechenzentrum in unmittelbarer Nähe zu den Nutzern sollen Datenübertragungszeiten reduziert und die lokale Datensouveränität gestärkt werden. Die Fertigstellung ist für Herbst 2027 vorgesehen.
„Die lokale Wirtschaft und kommunale Betriebe benötigen für ihre sensiblen Daten eine sichere Dateninfrastruktur direkt vor der Haustür, um völlig unabhängig agieren zu können”, erklärt Bernd Holtwick, CFO/COO von Hochtief PPP Solutions. „Genau diese digitale Souveränität schaffen wir in Herne. Als strategischer Partner liefern wir dafür die komplette Lösung aus einer Hand: von der Finanzierung über den klimaschonenden Bau bis hin zum verlässlichen Betrieb.”
Das Projekt in Herne ist der vierte Standort innerhalb der Rechenzentrumsstrategie von Hochtief. An weiteren Standorten in Deutschland laufen bereits entsprechende Projekte.
Nachhaltiges Konzept für Bau und Betrieb
Das Yexio-Rechenzentrum soll vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Für den Bau setzt Hochtief PPP Solutions auf eine Konstruktion aus Massivholz. Vorgefertigte Module sollen die Bauzeit verkürzen und den Materialeinsatz optimieren. Nach Unternehmensangaben reduziert sich der CO₂-Fußabdruck gegenüber einer konventionellen Bauweise aus Beton und Stahl um rund 600 Tonnen.
Für die Kühlung der Server kommt eine direkte Wasserkühlung mit geschlossenem Wasserkreislauf zum Einsatz. Die entstehende Abwärme soll in die lokale Energieversorgung integriert werden. Ergänzt wird das Konzept durch eine begrünte Fassade und ein Regenwassermanagement zur Verbesserung des Mikroklimas im Quartier.
Nutzer des Rechenzentrums wird Yorizon sein. Das Unternehmen plant, dort nachhaltige Cloud-Computing- und Green-IT-Services für Software- und Plattformanbieter, Unternehmen sowie öffentliche Auftraggeber bereitzustellen.
Bestandteil der Smart-City-Strategie von Herne
Für die Stadt Herne gilt das Rechenzentrum als wichtiger Bestandteil der kommunalen Digitalisierungsstrategie. Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda erklärt: „Mit dem Rechenzentrum werden die Voraussetzungen geschaffen, dass Herne als Standort für zukunftssichere, weil IT- und wissensbasierte Arbeitsplätze weiter an Attraktivität gewinnt. Entsprechend gestalten wir den digitalen Wandel in Herne so, dass er den Menschen und Betrieben in unserer Stadt messbare Vorteile bringt. Ein eigenes Rechenzentrum fungiert dabei als Rückgrat unserer Smart-City-Projekte. Wir schaffen damit die technische Voraussetzung für schnelle Datenverbindungen, moderne Mobilitätskonzepte und eine intelligente Pflege unserer Infrastruktur.”
Die Finanzierung erfolgt durch Palladio Partners im Rahmen eines Infrastrukturportfolios in Deutschland und ausgewählten EU-Staaten. „Moderne, nachhaltige Rechenzentren sind eine Grundvoraussetzung für die weitere Digitalisierung. Aus Investorensicht überzeugen diese Projekte zudem als hervorragende Beispiele für eine funktionierende Sektorkopplung”, sagt David Bussmann, Director bei Palladio Partners.
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