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Sondervermögen geht größtenteils in den Schul- und Straßenbau

(29.05.2026) Derzeit bewerten nur noch 12 % der Kommunen in Deutschland ihre aktuelle finanzielle Lage als sehr gut oder gut. Dagegen nennen 69 % der Kämmerer die wirtschaftliche Lage ihrer Kommune ausreichend oder mangelhaft. Für das laufende Haushaltsjahr erwarten vier von fünf Kommunen eine eher nachteilige oder sehr nachteilige Entwicklung ihrer Finanzen; 91 % rechnen auf fünf Jahre betrachtet mit einer negativen Entwicklung. So erste Ergebnisse des KfW-Kommunalpanels, das voraussichtlich im Juni 2026 veröffentlicht wird.

Etwas Hoffnung auf neue Impulse macht das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. So gehen rund 22 % der Kommunen davon aus, dass das Sondervermögen ihnen bereits im Jahr 2026 einen Mehrwert bei ihren Investitionen bringt. Für 2027 rechnen bereits 38 % der Kommunen damit, dass ihr geplantes Investitionsvolumen durch das Sondervermögen höher ausfallen wird als es ohne die Mittel der Fall gewesen wäre.

Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW (Quelle: KfW-Bildarchiv / Alex Habermehl)  

Investitionen in Straßen und Schulen

Die Mittel des Sondervermögens können Investitionen in fast allen kommunalen Infrastrukturbereichen finanzieren, entsprechend breit planen die Kommunen auch den Mitteleinsatz. Von denjenigen Kommunen, die bereits im Jahr 2026 mit Mitteln des Sondervermögens planen, gibt etwa jede zweite an, die Gelder für Straßen und Schulinfrastruktur auszugeben, dicht gefolgt von Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz. Ebenso wollen ein Drittel der Kommunen in die Bereiche Kinderbetreuung und Sport investieren.

Mittelverteilung: Die Kommunen wollen durchschnittlich 24 % der erhaltenen Mittel für Schulen einsetzen, 22 % für Straßen, 18 % für den Brand- und Katastrophenschutz und 10 % für Kinderbetreuung.

„Die Mittel aus dem Sondervermögen sind natürlich eine willkommene finanzielle Unterstützung für die Kommunen. Sie sind angesichts der großen Investitionsrückstände allerdings nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Um die Kommunen wieder in die Lage zu versetzen, ihre Infrastruktur mit eigenen Mitteln in einem guten Zustand zu halten, bedarf es struktureller Reformen der Gemeindefinanzen und nicht nur vorübergehender Finanzspritzen, so hilfreich diese im Einzelfall auch sein mögen”, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

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