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Kiwigrid und Viessmann Climate Solutions kooperieren bei der Vernetzung dezentraler Energiesysteme

(26.08.2026) Kiwigrid und Viessmann Climate Solutions haben eine strategische Partnerschaft zur Vernetzung dezentraler Energieressourcen bekannt gegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Energieversorgungsunternehmen zusätzliche Möglichkeiten für moderne Energiedienstleistungen bereitzustellen. Im Mittelpunkt stehen offene Schnittstellen, hohe Sicherheitsstandards sowie die herstellerübergreifende Integration von Wärmepumpen und Batteriespeichern in virtuelle Kraftwerke.

(v.l.): Jan Lehmann (Vice President Strategy, Kiwigrid), Edda Mascha Valentin (Produktmanagerin Photovoltaik & Stromspeicher, Viessmann Climate Solutions), Peter Mirtschink (Vice President Product Management bei Kiwigrid) und Björn Gropengießer (Leiter Key Account Management Energieversorger, Viessmann Climate Solutions). (Bild: Kiwigrid) 

Offene Plattform für virtuelle Kraftwerke

Kernstück der Kooperation ist die Energiemanagementplattform KiwiOS von Kiwigrid. Sie ermöglicht die herstellerunabhängige Einbindung unterschiedlicher Energieanlagen und kann von Energieversorgern als White-Label-Lösung unter eigener Marke betrieben werden. Über die Plattform lassen sich Wärmepumpen und Batteriespeicher von Viessmann Climate Solutions in den bestehenden Virtual-Power-Plant-Pool (VPP) von Kiwigrid integrieren und als vermarktbare Flexibilitätsressourcen nutzen. 

EEBus-Anbindung für Wärmepumpen und Stromspeicher

Als einer der ersten Hersteller bindet Viessmann Climate Solutions seine Wärmepumpen und Batteriespeicher vollständig über den Kommunikationsstandard EEBus an KiwiOS an. Dadurch erfüllen die Geräte die Voraussetzungen für eine netzdienliche Steuerbarkeit und können in intelligente Energiemanagementsysteme eingebunden werden. Gleichzeitig erhalten Energieversorger und Installationsbetriebe eine sofort nutzbare Plattform, ohne eigene Entwicklungsressourcen aufbauen zu müssen. 

Fokus auf Sicherheit und regulatorische Anforderungen

Die gemeinsame Plattform ist nach ISO 27001 zertifiziert und erfüllt nach Unternehmensangaben die Anforderungen der NIS-2-Richtlinie. Damit soll sie Energieversorgern eine belastbare Grundlage für den Betrieb kritischer Energieinfrastrukturen bieten und gleichzeitig zukünftige regulatorische Anforderungen erfüllen. 

Hintergrund: Mehr Flexibilität im Energiemarkt

Mit dem steigenden Ausbau der Photovoltaik wachsen auch die Anforderungen an die Steuerbarkeit dezentraler Erzeugungsanlagen. Nach Angaben der Unternehmen gewinnt die intelligente Vernetzung von Wärmepumpen, Batteriespeichern und weiteren Flexibilitäten deshalb zunehmend an Bedeutung. Virtuelle Kraftwerke sollen künftig helfen, Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen und zusätzliche Erlösmodelle für Energieversorger zu erschließen. 

Dr. Frank Vossloh, Geschäftsführer der Viessmann Deutschland GmbH, erklärt: „Mit Kiwigrid erweitern wir die Einsatzmöglichkeiten unserer Energie- und Klimalösungen für Energieversorger und schaffen zusätzliche Optionen für die Vermarktung von Flexibilitäten. Die Partnerschaft ermöglicht es, vernetzte Energiesysteme noch stärker in den Energiemarkt einzubinden. So profitieren Energieversorger gleichermaßen von zusätzlichen Mehrwerten und zukünftigen Geschäftsmodellen.”

Dr.-Ing. Carsten Bether, Managing Director der Kiwigrid GmbH, ergänzt: „Der Markt braucht keine weiteren Insellösungen, sondern eine offene Plattform, die Hardware, Software und Vermarktungsinfrastruktur wirklich zusammenbringt. Genau das leisten wir gemeinsam mit Viessmann Climate Solutions: Energieversorger erhalten eine VPP-ready-Lösung, die sie sicher, skalierbar und regulatorisch zukunftsfest unter eigener Marke ausrollen können.”

 

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