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Zulassung für Kaltziegel: Leipfinger-Bader bringt Recyclingziegel auf den Markt

(07.09.2026) Leipfinger-Bader hat für seinen Kaltziegel die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) erhalten. Mit der Zulassung Z-17.13-1328 steht der vollständig aus recyceltem Ziegelmaterial hergestellte Baustoff künftig für den regulären Einsatz im Neubau und in der Sanierung zur Verfügung.

Bei einem Projekt in Tirschenreuth kam der Kaltziegel bereits als tragende Innenwand zum Einsatz.
(Bild: Leipfinger-Bader)
 

Recyclingziegel ohne Brennvorgang

Der Kaltziegel wird aus Schleifstaub, Ziegelfragmenten und weiteren mineralischen Bau- und Abbruchmaterialien hergestellt. Im Gegensatz zu klassischen Mauerziegeln entfällt der energieintensive Brennprozess. Stattdessen entsteht der Baustoff durch Kaltpressung und Lufttrocknung. Dadurch werden Primärrohstoffe eingespart und CO₂-Emissionen reduziert. Gleichzeitig soll der Baustoff eine echte Kreislaufwirtschaft im Ziegelbau ermöglichen.

Mit der bauaufsichtlichen Zulassung des Kaltziegels schafft Leipfinger-Bader die Voraussetzungen für den Einsatz des Recyclingziegels im konventionellen Hochbau. (Bild: Thomas Straub) 

Für tragende Wände und Brandwände zugelassen

Mit der Zulassung ist der Kaltziegel offiziell als Planvollstein und Planvollblock in den Druckfestigkeitsklassen 6 bis 12 zugelassen. fk-Werte zwischen 3,0 und 4,8 MN/m² ermöglichen den Einsatz für tragende und raumabschließende Wände.

Der Baustoff erreicht Rohdichten von 1,60 beziehungsweise 1,80 kg/dm³ und erfüllt die Anforderungen der Feuerwiderstandsklassen F30-A, F60-A und F90-A. Damit eignet sich der Kaltziegel auch für Brandwände. Die Mindestwanddicke beträgt 240 mm. Zusätzlich umfasst die Zulassung unverputzte Brandwände.

Durch den Verzicht auf den Brennprozess bleibt die natürliche Materialstruktur erhalten und trägt zur guten Ökobilanz des Recyclingziegels bei. (Bild: Leipfinger-Bader) 

Beitrag zu kreislauffähigem Bauen

Nach Angaben des Unternehmens erfüllt der Baustoff zentrale Anforderungen an Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Kreislauffähigkeit. Er eignet sich damit auch als Baustein für Gebäude mit QNG-Zertifizierung. Für eine 24 cm starke Wand gibt Leipfinger-Bader ein Treibhauspotenzial von 21 kg CO₂-Äquivalenten pro m² an.

Geschäftsführer Thomas Bader ordnet die Zulassung ein: „Die bauaufsichtliche Zulassung ist ein wichtiger Wegweiser für die ganze Branche. Sie bestätigt, dass ressourcenschonende Baustoffe sich weiter etablieren, höchste technische Anforderungen erfüllen und damit einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten. Damit können wir künftig noch mehr Projekte kreislauffähig und wirtschaftlich umsetzen.”

Kontakt

Weitere Informationen können per  E-Mail an Leipfinger-Bader angefordert werden.

 

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