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Plansite: Nachverdichtung mit Fokus auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

(09.09.2026) Das Wohnungsbauprojekt Becker & Kries in Berlin-Wilmersdorf zeigt, wie durch Nachverdichtung ohne zusätzliche Flächenversiegelung neuer Wohnraum entsteht. Geplant sind sechs Gebäude mit insgesamt 123 Wohnungen und einer Bruttogrundfläche von rund 13.000 m². Dabei sollen die vier- beziehungsweise sechsgeschossigen Wohngebäude die bestehende Bebauung ergänzen. Vier davon haben einen direkten Zugang zur neuen Tiefgarage, die unter einer Freifläche zwischen dem Bestand errichtet wurde. Zwei Gebäude beherbergen im Erdgeschoss Ladenflächen. 

In Berlin-Wilmersdorf entstehen sechs neue Wohngebäude, die sich in das bestehende Umfeld integrieren. (Foto: Plansite) 

Die Architekturplanung stammt von SWP Architekten und BRH Generalplaner. Plansite verantwortet die Tragwerksplanung sowie die Fachplanung für Massiv- und Holzbau. Die technische Gebäudeausrüstung einschließlich Bauphysik in den Leistungsphasen 3 und 5 übernimmt Brüninghoff als Generalbauunternehmen.

Die urbane Lage stellte besondere Anforderungen an Baustellenlogistik und Bauweise. Ein hoher Vorfertigungsgrad und die serielle Holz-Hybridbauweise mit massiven Erdgeschossen und Treppenhäusern sowie vorgefertigten Holzbauelementen verkürzen die Bauzeit und reduzieren Lärm und Emissionen im Umfeld.

Sechs neue Gebäude mit insgesamt 123 Wohnungen zeigen, dass eine Nachverdichtung benötigten Wohnraum schaffen kann. (Visualisierung: Becker & Kries) 

Planung mit Fokus auf innovativen Ansätzen, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Die Integration der Holz-Hybridbauweise in die Gebäudeklassen 4 und 5 stellte hohe Anforderungen an die Tragwerks- und Holzbauplanung, insbesondere im Hinblick auf Brand- und Schallschutz. So wurden die Wohnungstrennwände teilweise in Stahlbeton ausgeführt, um die entsprechenden Anforderungen zu erfüllen.

Mittels BIM konnte die Logistik und Ausführungsplanung bei diesem Projekt optimiert werden. (Bild: Plansite) 

Eine zentrale Rolle bei der Planung und Realisierung spielte BIM. Plansite nutzte die digitale Planungsmethode nicht nur zur interdisziplinären Abstimmung, sondern auch zur Optimierung von Logistik und Montage. Zudem konnten Erkenntnisse aus der Ökobilanzierung frühzeitig in die Planung einfließen, während der Bauherr über das Modell stets detailliert über den aktuellen Planungsstand informiert wurde.

Ein hoher Grad an vorgefertigten Bauelementen reduziert die Belastung des Umfelds durch Lärm und Emissionen und reduziert zudem die Bauzeit. (Foto: Plansite) 

Holz als zentraler Baustoff sowie die Energieversorgung durch Fernwärme und Photovoltaikanlagen auf den Dächern tragen zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks bei. Begrünte Freiflächen verbessern die Aufenthaltsqualität und leisten einen Beitrag zur städtischen Klimaanpassung. Das Projekt erfüllt den Effizienzhaus-55-Standard und trägt das Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude Plus”.

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