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Zenesis und MEP Designer vereinen die ersten drei Leistungsphasen der gebäudetechnischen Planung

(04.08.2026) Graphisoft hat gemeinsam mit dem Softwareunternehmen Zenesis eine neue Schnittstelle für die TGA-Lösung MEP Designer vorgestellt. Sie verbindet die frühe, KI-gestützte Konzeptplanung mit der detaillierten Trassenplanung und schafft so einen durchgängigen Workflow über mehrere Leistungsphasen hinweg.

Zenesis ist auf die Angebots- und Konzeptplanung in den ersten beiden Leistungsphasen zugeschnitten. Mit der Software lassen sich u.a. Raumkataloge anlegen, Berechnungen durchführen und Leitungsverläufe erstellen. (Bild: Zenesis) 

Die KI-gestützte Plattform Zenesis ist für die Angebots- und Konzeptplanung in den Leistungsphasen 1 und 2 ausgelegt: TGA-Fachkräfte können damit Raumdaten anlegen, grundlegende Berechnungen durchführen und erste Leitungsverläufe erstellen, bevor die Ergebnisse in MEP Designer zu einem detaillierten Anlagenentwurf weiterentwickelt werden. Automatisierte Prozesse und KI-Funktionen sollen den manuellen Aufwand dabei spürbar senken.

Von automatischem Raumkatalog bis zu Grundberechnungen und Fachplänen

Die Gebäudearchitektur liest Zenesis automatisch aus Excel-Raumbüchern, PDF-Grundrissen oder aus Modellen der Architektursoftware Archicad aus und erstellt daraus einen detaillierten Raumkatalog. Dieser wird mit normierten TGA-Parametern angereichert, sodass darauf Heiz- und Kühllastberechnungen, Luftmengenberechnungen sowie Trink- und Abwasserberechnungen aufbauen können. Zu Projektbeginn wählen die Planer die Objektkategorie sowie die benötigten TGA-Module aus und geben Adresse und Koordinaten des Projekts an, worüber sie über eine angebundene Klima- und Regenwasserdatenbank standortspezifische Kennwerte erhalten. Weitere Projektbeteiligte lassen sich ebenfalls einladen. Nach den Grundberechnungen stehen Funktionsschemata, Flächenpläne, eine Kostenschätzung (Beta-Version) und ein Erläuterungsbericht automatisch zur Verfügung. Zusätzlich platziert die Software Heizkörper und Fußbodenheizkreise, positioniert und dimensioniert Schächte und legt die horizontalen Leitungsführungen sowie die schematischen Darstellungen der einzelnen Gewerke automatisch an.

Nach der Datenübergabe an MEP Designer wird hier die detaillierte Trassenplanung durchgeführt. Dazu zählen etwa der automatische Anschluss von Verbrauchern, die Erkennung eventueller Kollisionen sowie die Systemerfassung und -navigation über den integrierten Systembrowser. (Bild: Graphisoft) 

MEP Designer für die detaillierte Anlagenplanung im BIM-Modell

Die in Zenesis erzeugten Trassen und Raumdaten lassen sich nahtlos in MEP Designer übernehmen und dienen dort als Grundlage für die detaillierte Modellierung. MEP Designer ist speziell darauf ausgelegt, TGA-Anlagen jeder Größe direkt im BIM-Modell zu konstruieren und zu koordinieren. Eine intuitive Bedienoberfläche und Automatismen zur Trassenführung sollen die Planung erleichtern und Fehler reduzieren. 

Die aus Zenesis importierten Systeme lassen sich in MEP Designer weiter gestalten, prüfen und optimieren: Rohrsegmente können neu verlegt, verschoben, versetzt oder gesplittet werden, Bögen, Formstücke, Armaturen und Anschlüsse fügt die Software automatisch ein. Kollisionen zwischen Leitungen und Bauteilen werden zuverlässig erkannt. Der integrierte Systembrowser bildet den finalen Anlagenentwurf ab und zeigt Systemparameter wie Nennweiten, Durchfluss oder Geschwindigkeit. Auf einen Blick lässt sich außerdem prüfen, ob alle Verbraucher korrekt an die Verteilerleitungen angeschlossen sind.

Weitere Informationen

Graphisoft und Zenesis bieten weiterführende Informationen sowie persönliche Produktpräsentationen an, in denen beide Lösungen im Praxiseinsatz gezeigt werden. Das Zusammenspiel der beiden Systeme haben die Unternehmen kürzlich in einem Webinar vorgestellt. Die Aufzeichnung ist unter graphisoft.com/graphisoft-zenesis-reg abrufbar. 

 

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