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Frilo-Release 2022-1 u.a. mit neuer Pfahlgründung und verbessertem BIM-Connector

(24.11.2021) Seit dem 18. November ist die aktuellste Version der Frilo-Statik-Soft­ware verfügbar. Mit dem Update bringt der Anbieter von Programmen zur Tragwerksplanung neben zahlreichen Funktionserweiterungen in bestehenden Programmen auch ein neues Modul zur Pfahlgründung auf den Markt. Mit der Anbindung des Frilo-Gebäu­demodells an den BIM-Connector hat das Unternehmen außerdem sein Engagement in der integralen Gebäudeplanung vorangetrieben.

Pfahl+ für die Pfahlgründung

Mit Pfahl+ lassen sich die innere und äußere Tragfähigkeit für Stahlbetonpfähle mit rechteckigem und kreisrundem Querschnitt nachweisen. Durch die Anbindung der beiden Frilo-Programme Setzungsberechnung SBR+ und Erddruckberechnung EDB+ können sowohl die Bodensetzungen in der Pfahlumgebung als auch der einwirkende Seitendruck auf die Pfähle in Betracht gezogen werden. Durch die Gegenüberstellung der Pfahl- und der Bodensetzungen entlang der Pfahlmantelfläche lässt sich eine Einwirkung aus negativer Mantelreibung bis zum neutralen Punkt optional ansetzen.

Die axialen Pfahlwiderstände infolge Mantelreibung und Spitzendruck können wahlweise durch die Auswertung statischer Pfahlprobebelastungen oder auf Basis von Erfahrungswerten nach der EA-Pfähle getrennt nach den beiden Grenzzuständen SLS und ULS abgeleitet werden. Die Bemessung der Stahlbetonquerschnitte erfolgt auf Grundlage einer nichtlinearen Berechnung unter Berücksichtigung der Zusatzbelastungen nach Theorie II. Ordnung und der tatsächlichen Pfahlsteifigkeiten infolge einer frei wählbaren Bewehrung.

BIM-Connector mit verbesserter Praktikabilität

Im Zuge des Release 2022-1 wurde das Berechnungsmodell des BIM-Connectors mit einigen praktischen Bearbeitungsfunktionen angereichert. So lässt sich die Geometrie des Modells jetzt bereinigen, indem kleine Aussparungen und Öffnungen sowie kurze Träger, Stützen, Wände und Platten, die für die statische Berechnung nicht von Relevanz sind, entfernt werden können. Und um die korrekte Weiterleitung der Lasten gewährleisten zu können, lassen sich Bauteilachsen übereinander schieben. Außerdem können Bauteile nun automatisch verbunden werden, indem sie so lange in ihrer Systemachse verlängert bzw. verkürzt werden, bis sie eine Schnittlinie oder einen Schnittpunkt bilden. Auch die nützliche Zerlegung von Wänden in Einzelbauteile ist seit dem Software-Update möglich.

Wer nach der Bereinigung überprüfen möchte, ob eine achsgerechte Modellierung des Gebäudes vorliegt, kann von der neuen Funktion „Modell prüfen“ Gebrauch machen. Diese automatisierte Überprüfung lässt sich nicht nur auf das komplette Gebäude, sondern auch auf Einzelbauteile in vertikaler und horizontaler Richtung anwenden.

Der BIM-Connector hat zusätzlich an Attraktivität gewonnen, weil die Entwickler die direkte Anbindung des Frilo-Gebäudemodells bewerkstelligt haben. Bereinigte und für die statische Berechnung vorbereitete Modelle können nun verlustfrei und zeiteffizient an das Gebäudemodell für die Ermittlung der vertikalen und horizontalen Lastabtragung des kompletten Bauwerks übergeben werden. Für die tatsächliche Bauteilbemessung stehen anschließend weitere Übergabeoptionen an Frilo-Berechnungsprogramme zur Verfügung.

Generierung von Wind- und Schneelasten im Stabwerk RSX

Mit dem Software-Update wurde im Stabwerk RSX die Möglichkeit implementiert, automatisch Wind- und Schneelasten für Standardgebäude, die der Norm entsprechen, zu generieren. Dabei erkennt das Programm die Gebäudekontur von Standardgebäuden selbsttätig. Die Flächen zwischen den Stäben, auf welche die generierte Last für die ausgewählte Windrichtung angesetzt wird, werden ebenfalls ohne das Zutun der Anwender aus der Gebäudekontur heraus erstellt und passend beschriftet. Die Generierung der Stablasten aus den Flächenlasten erfolgt für die ausgewählte Windrichtung mit der finite Elementmethode. Mit der finiten Elementmethode werden anschließend aus den Flächenlasten Linienlasten auf die lastabtragenden Stäbe erzeugt.

Allgemeine Neuerungen

Der Document Designer FDD wurde um die Möglichkeit ergänzt, Positionen innerhalb des Programms per komfortabler Drag&Drop-Funktion zu kopieren oder Positionen mit der Maus aus dem Frilo Control Center direkt in den FDD zu ziehen.

Im Gebäudemodell GEO stehen als neue Darstellungsoptionen für Horizontallasten die Ansicht in X- und in Y-Richtung sowie die lastfallspezifische Ansicht des Momentenverlaufs geschossübergreifend für die als übereinanderstehend erkannten Wandpfeiler bzw. Stützen zur Verfügung.

Ferner können die ermittelten H-Lasten auf die einzelnen Wandpfeiler und Stützen im Aufriss angezeigt werden. Zusätzlich können auch die Spannungsverläufe der übereinander stehenden Wandpfeiler dargestellt werden.

Das Programm HTB+ zur Berechnung von Holzträgern aus Brettsperrholz führt ab sofort den Schwingungsnachweis. Und im Programm Stahlbetonstütze B5+ ist hochfester Stahl in der Stahlsorte SAS 670 von Annahütte als Zusatzoption für die nichtlineare Berechnung (allgemeines Verfahren) erhältlich.

Weitere Informationen können per E-Mail an Frilo angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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