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BDH und VDMA für mehr BIM in der TGA: Webinar am 28.9. und 9.11.2022

(27.7.2022) Die BIM-Arbeitsmethode betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von der Planung über die Erstellung und den Betrieb bis hin zum Rückbau. Dies wird auch von der Bundesregierung so gesehen, die mit dem „Masterplan BIM für Bundesbauten“ die Nutzung von BIM ab 2023 vorschreibt. Die technische Gebäudeausrüstung ist dabei ein wichtiger Teil der Betrachtung.

Immer noch ist die Baubranche eine der am wenigsten digitalisierten Branchen in Deutschland. Darum wollen der BDH und der VDMA ihre Aktivitäten verstärken, um die BIM-Methodik, insbesondere für die TGA, voranzutreiben. Die einheitliche Anwendung von Open-BIM über die nationale Schnittstelle VDI 3805 „Elektronischer Produktdatenaustausch in der TGA“ wird dabei zunehmend zum Standard. Der BDH in den Bereichen Heiz- und Lüftungstechnik sowie der VDMA in den Bereichen Gebäudeautomation, Elektrotechnik und Armaturen haben die dafür notwendigen normativen Grundlagen geschaffen.

Zukünftig wird der nationale Standard der VDI 3805 durch die in Bearbeitung befindliche EN ISO 16757 „Datenstrukturen für elektronische Produktkataloge der Technischen Gebäudeausrüstung“ abgelöst. Vor diesem Hintergrund laden BDH und VDMA Planer und Architekten zum Informationsaustausch ein:

  • Webinar: Aktuelle Entwicklungen der BIM-Methode in der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA)
  • Datum: 28. September 2022 und 9. November 2022
  • Uhrzeit: 16:00 bis 17:30 Uhr
  • Anmeldung: bdh-industrie.de/bim

In den Webinaren soll u.a. der aktuelle Stand der Normung beschrieben werden. Zudem berichten Referenten von Praxisbeispielen. Darüber hinaus steht die zukünftige internationale Ausrichtung hinsichtlich BIM auf der Agenda, und der Prozess der Umstellung von der VDI 3805 auf die EN ISO 16757 wird erläutert. „Die BIM-Methode bietet viele Vorteile, wie zum Beispiel eine hohe Qualität, Aktualität und Transparenz von Projektinformationen. Dies führt zu einer größeren Sicherheit bezüglich Kosten, Terminen und Nachhaltigkeit in der Abwicklung und somit zu einer höheren Planungssicherheit“, erklärt Ralf Kiryk, BIM-Projektleiter im BDH.

Zur Erinnerung: Der Open-BIM-Ansatz ermöglicht über entsprechende Software den Im- und Export von Daten nach einem im Projekt vereinbarten, offenen Informationsmodell. Dabei kann Software von unterschiedlichen Herstellern eingesetzt werden. Durch die Normierungsarbeit, inklusive Mapping zu bestehenden Formaten, wie z.B. ECLASS, muss nur noch ein Datenformat aufbereitet und gepflegt werden. Dadurch wird der Aufwand für Datenbereitstellung und Konvertierungen in spezielle Formate für eine Vielzahl von Zielsystemen minimiert. „Die Digitalisierung der Planungs- und Bauprozesse gemäß der BIM-Methode adressiert den Mangel an Fachkräften und die steigende Komplexität der Bauwerke. BIM stellt zugleich eine bessere Kommunikation von Planern, Ausführenden und Betreibern her“, erklärt Thomas Müller, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes AMG im VDMA.

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