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VBI-Bundeskongress: Innovation braucht verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen

(14.6.2002) Die Voraussetzungen für Innovation und Qualität haben rund 150 Beratende Ingenieure aus ganz Deutschland auf dem Bundeskongress des Verbandes Beratender Ingenieure VBI am 7. und 8. Juni in Bad Dürkheim diskutiert. Dabei bekräftigten die Ingenieure ihre Rolle als Motor für Innovation in Deutschland: "Die Beratenden Ingenieure sind Garanten für Fortschritt und technische Höchstleistung", unterstrich VBI-Präsident Martin Aßmann in seiner Eröffnungsansprache. "In wesentlichem Umfang gestalten Sie die gebaute Umwelt und übernehmen dabei eine hohe soziale und ökologische Verantwortung. Als Planer sind Sie für den energieeffizienten, und kostensparenden Einsatz von Technik verantwortlich. Damit treiben Sie die technische Innovation entscheidend voran."

Die Teilnehmer des Bundeskongresses ließen jedoch keinen Zweifel daran, dass innovative Höchstleistungen entsprechende wirtschaftliche Rahmenbedingungen benötigen. In einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag und dem rheinland-pfälzischen Landtag diskutierten die Beratenden Ingenieure die Zukunft des Berufsstandes. Die Abgeordneten ermutigten die Ingenieure ebenso wie der Staatssekretär Günter Eymael aus dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium zu einem stärkeren Engagement im Ausland und sicherten dabei Unterstützung zu. VBI-Präsident Martin Assmann griff das Angebot gerne auf: "Wir nehmen Sie beim Wort. Schaffen Sie, über die Wahlprogramme hinaus, mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen!", appellierte er an die Volksvertreter.

Im Bericht des VBI-Präsidenten an die Mitgliederversammlung am 8. Juni stand die wirtschaftliche Situation der Beratenden Ingenieure ebenfalls im Mittelpunkt.

Der VBI hatte erst im April mit der Vorlage seiner jährlichen Konjunkturumfrage auf die dramatische wirtschaftliche Situation der Beratenden Ingenieure hingewiesen (siehe Meldung vom 29.4.2002). Der VBI will nun den Bundestagswahlkampf dazu nutzen, gemeinsam mit anderen Verbänden gezielt Forderungen an die Politik zu richten und durchzusetzen. Eine gemeinsame so genannte "Wahlplattform der planenden Berufe" hat dazu bereits einen Forderungskatalog entwickelt: Ganz oben auf der Liste steht die längst überfällige Erhöhung der Honorare und ein Novellierung der HOAI.

Aßmann verwies darauf, dass der VBI auch im letzten Jahr seine Aktivitäten gegen die mangelnde Zahlungsmoral sowie die Scheinprivatisierung von Staatsbetrieben intensiviert habe. Der Verband wirke sowohl auf Bundesebene als auch über die VBI-Landesverbände auf die politischen Entscheidungsträger ein.

Sorgen bereitet der VBI-Mitgliedschaft der für die kommenden Jahre prognostizierte Mangel an Bauingenieuren. Der VBI will gemeinsam mit Partnern hier verstärkt bei Schülern für technische Berufe werben. Es komme auch darauf an, das Ingenieurstudium attraktiver zu gestalten und das Ansehen des Berufsstandes zu fördern. Zu einer "Greencard" für Bauingenieure dürfe es, so Martin Aßmann, keinesfalls kommen.

Die fachliche Arbeit in den VBI-Fachgruppen hat sich im vergangenen Jahr erfreulich weiterentwickelt. Sowohl in den Traditionsbereichen wie dem Konstruktiven Ingenieurbau und der Technischen Gebäudeausrüstung als auch in neueren Feldern wie dem Facility Management wurden zahlreiche exzellente Veranstaltungen organisiert und Publikationen herausgegeben. Aßmann verwies darauf, dass mit der Gründung der VBI-Fachgruppe "Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin" - sie umfasst u.a. das Feld SiGeKo - ein neues Arbeitsfeld Beratender Ingenieure im Verband seine Heimat gefunden habe.

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