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Dem Bund Deutscher Architekten (BDA) droht die Insolvenz

(2.7.2003) Den hundertjährigen Bund Deutscher Architekten (BDA) drücken 1,1 Mio. Euro Schulden und damit die Insolvenz. Als Grund für das aktuelle Dilemma wird vor allem das mangelnde Interesse an dem Architektur-Weltkongress in Berlin im vergangenen Jahr angegeben. Zu der vom Bund Deutscher Architekten ausgerichteten Veranstaltung im Juli 2002 waren nämlich weit weniger Teilnehmer gekommen als geplant und gehofft: Mit mindestens 8500 Teilnehmern hätte sich die Veranstaltung getragen, es seien aber nur 5500 gewesen - so der Präsident des Bundes Deutscher Architekten (BDA), Kaspar Kraemer (siehe auch Meldung vom 29.7.2002). Im Jahr zuvor hätten über 10.000 Personen eine ähnliche Veranstaltung besucht, daher habe man von mehr Besuchern ausgehen können. "Wir hatten danach ein Defizit von 1,5 Mio. Euro." Derzeit betrage die Schuldenlast immer noch 1,1 Mio. Euro.

"Wir versuchen mit allen Mitteln die Insolvenz abzuwenden", bestätigt Herr Kraemer:

  • Zum einen möchte der BDA einen Gläubigerverzicht erreichen,
  • zum anderen bemühe man sich um einen neuen Kredit auf den Immobilienbesitz des BDA.
  • Außerdem seien Mitglieder und Förderer aufgerufen, Darlehen zu geben und Geld zu spenden.

Zur Erinnerung: Der BDA feierte erst kürzlich in Frankfurt am Main sein 100-jähriges Bestehen (siehe Meldung vom 21.6.2003). Der BDA hat eigenen Angaben zufolge derzeit 5.200 Mitglieder - ein verschwindend kleiner Anteil der schätzungsweise 150.000 Architekten in Deutschland. In den Bund Deutscher Architekten kann man nicht selbst eintreten, man muss von Kollegen vorgeschlagen werden. Das Kriterium für eine Aufnahme sei, "dass man gute Architektur macht". Einen BDA-Stil gebe es dennoch nicht, erklärte Herr Kraemer: "Der BDA-Stil ist Qualität." Fast alle herausragenden Bauwerke der vergangenen 100 Jahre würden von BDA-Architekten stammen.

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