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Ingenieurmangel: Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr

(8.6.2006) Airbus kann in Deutschland zur Zeit 500 Ingenieurstellen nicht besetzen! Positiv und zugleich mit Sorge betrachtet der VDI die Aussagen von Airbus. "Es zeigt uns, dass Ingenieure am Arbeitsmarkt stark gefragt sind", freut sich VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs über die Entwicklung. "Dass die Nachfrage nicht gedeckt werden kann, gefährdet jedoch unsere Wettbewerbsfähigkeit", sieht Fuchs die künftige Entwicklung mit Sorgen. Nach VDI-Angaben hat sich der Stellenmarkt für Ingenieure in den letzten zwölf Monaten weiter stark positiv entwickelt. Die Zahl der offenen Ingenieurstellen ist in diesem Zeitraum um 30 Prozent gestiegen. Neben Luft- und Raumfahrtingenieuren werden besonders Elektroingenieure und Maschinenbauer gesucht. Selbst Rückgänge bei den Neueinschreibungen im Bereich Bauingenieurwesen werden beklagt (siehe auch DESTATIS-Meldung vom 17.2.2006).

Sorgen bereitet dem VDI, dass viele Ingenieurstellen nicht besetzt werden können. Derzeit sind es 18.000 Stellen. Die Hauptursache sieht Fuchs hier nicht in der mangelnden Flexibilität der Ingenieure. "Zu wenig junge Menschen beginnen heute ein Ingenieurstudium", weiß Fuchs. "Um künftig international konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir mehr junge Menschen als bisher für den Ingenieurberuf begeistern." Geschehe das nicht, setze Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel. Schon heute führt der Ingenieurmangel zu einem Wertschöpfungsausfall von über zwei Milliarden Euro.

Dies sieht der VDI als eine gesellschaftliche Herausforderung. "Mit der Initiative 'Sachen machen!' versuchen wir, dem Mangel entgegen zu wirken", sagt der VDI-Experte. Über 70 Unternehmen und Forschungseinrichtungen beteiligen sich an der Anfang 2006 gestarteten Initiative. Dazu zählt beispielsweise auch die EADS. Die Initiative verfolgt unter anderem das Ziel, mehr Nachwuchs für technische Berufe zu begeistern.

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