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Tariflohn, 13. Monatsgehalt, Ausbildungsvergütung und Altersvorsorge von Dachdeckern legen zu

(13.10.2014) Die rund 80.000 Beschäftigten im Dachdecker­handwerk erhalten ab sofort mehr Geld. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) einigte sich am 8.10. mit dem Zentralver­band des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) auf ein Tarifergebnis. „Mit dem Abschluss haben wir einen tragfähi­gen Kompromiss erzielt“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. „Besonders für den Nachwuchs und für die älteren Beschäf­tigten konnten wir deutliche Verbesserungen durchsetzen.“

  • Der Tarifabschluss sieht ein Plus von 1,9% ab diesem Monat vor sowie einen weiteren Lohnschritt von 2,3 Prozent ab dem 1. August 2015.
  • Für diesen Oktober erhalten die Beschäftigten zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 50 Euro.
  • Zusätzlich wurde das 13. Monatseinkommen und die be­triebliche Altersvorsorge aufgestockt. Beide Leistungen erhöhen sich um jeweils fünf Stundenlöhne. Im Durch­schnitt sind dies je 77,50 Euro oder insgesamt 0,5 Prozent des Jahreseinkom­mens.

16% mehr Geld für AZUBIS

Um die Branche für den Nachwuchs attraktiver zu machen, wurde die Ausbildungsver­gütung im ersten Jahr von 515 Euro auf 600 Euro angehoben. Das ist eine Steigerung um 16 Prozent. „Mit der besseren Bezahlung von Auszubildenden stellt sich die Bran­che dem zunehmenden Wettlauf um die besten Köpfe“, sagte Schäfers. Im dritten Jahr erhalten die Auszubildenden nun 1000 Euro.

„Innovationsfonds“ aus Berufsausstiegshilfe

Gleichzeitig verständigten sich die Tarifparteien auf den Startschuss für einen flexib­len Übergang in die Rente. „Gerade Dachdecker schaffen es wegen ihrer körperlich harten Arbeit kaum bis 65 zu arbeiten“, sagte Schäfers. „Viele müssen schon mit 55 Jahren aus ihrem Beruf ausscheiden.“ Damit künftig den Beschäftigten ein gleitender Übergang in die Rente ermöglicht wird, soll ein „Innovationsfonds“ geschaffen werden. Dafür werden ab Januar 2017 rund 1,6 Millionen Euro jährlich angespart.

Das Zukunftsmodell sieht vor, dass gesundheitlich angeschlagene ältere Beschäftigte nicht mehr voll arbeiten. Die Verdienstlücke soll teilweise über Zahlungen aus dem Fonds geschlossen werden. Zur vollständigen Deckung ist aber die Unterstützung der Politik notwendig. „Mit der Tariflösung für Ältere sind wir jetzt in Vorlage gegangen“, sagte Schäfers. „Die Politik ist nun gefordert, die Voraussetzungen zu schaffen, da­mit das Modell erfolgreich starten kann.“

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