Weitere Förderung für Deutschlands Exzellenzuniversitäten
(12.3.2026) Am 11. März 2026 ist die Entscheidung im Evaluationsverfahren der Förderlinie Exzellenzuniversitäten der Exzellenzstrategie gefallen. Demnach werden ab 2027 insgesamt 10 Exzellenzstandorte für weitere 7 Jahre gefördert.
Ab dem 1. Januar 2027 erhalten die folgenden Einrichtungen die Förderung:
- Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH)
- Berlin University Alliance (Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin)
- Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
- Technische Universität Dresden
- Universität Hamburg
- Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
- Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
- Ludwig-Maximilians-Universität München
- Technische Universität München
- Eberhard Karls Universität Tübingen
Die Entscheidung fiel auf Grundlage der Bewertung des mit internationalen Wissenschaftlern besetzten Committee of Experts und wurde einstimmig durch die Exzellenzkommission der Exzellenzstrategie bestätigt. Diese setzt sich zusammen aus dem Committee of Experts und den Wissenschaftsministern des Bundes und der Länder.
Das Committee of Experts würdigte die Erfolge, die durch die Förderung erzielt wurden und die die Exzellenzstandorte in ihren Selbstberichten detailliert dokumentiert hatten. Die gesamtuniversitäre Exzellenzförderung sei von den geförderten Einrichtungen als Hebel für institutionellen Wandel und zur strategischen Priorisierung genutzt worden. Zudem wurden Energie und Ressourcen sehr wirksam eingesetzt, die gesetzten Ziele erreicht und teilweise sogar übertroffen. Insgesamt wurden eine größere internationale Sichtbarkeit, eine erfolgreiche Bestenauslese aus dem globalen Talentpool, ein Anstieg renommierter internationaler Grants und starke nationale und internationale Partnerschaften erreicht, so das Fazit des international besetzten Committee of Experts.
Von der wissenschaftlichen Leistungssteigerung und der erhöhten Reputation würden nicht nur die Exzellenzstandorte profitieren, sondern das gesamte deutsche Wissenschaftssystem, das von den Erfahrungen lernen könne. An den Exzellenzstandorten lasse sich exemplarisch beobachten, wie institutionelle Weiterentwicklung gelingen kann und welche Bedingungen dafür nötig sind. Als vorbildlich gewürdigt wurde etwa die zunehmend interdisziplinäre Organisation von Forschung oder die Einbindung von jungen Forschenden, die früh Verantwortung übernehmen, neue Ideen einbringen und damit die Erneuerungsfähigkeit der Institutionen stärken. Begleitet werde dies von partizipativen und anpassungsfähigen Governancestrukturen, so dass die Strategien breit verankert umgesetzt würden.
Weiterer Effekt der Förderung sei die hohe Priorität von Fragen der Chancengleichheit und Diversität. Auch der Transfer werde konsequent vorangetrieben. Deutlich geworden sei auch, dass die Exzellenzuniversitäten zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Das belegen die Bestrebungen, Wissen und Kompetenz etwa zu Fragen der Forschungssicherheit und verantwortungsbewusster Innovationen im gesamtgesellschaftlichen Interesse zu steigern.
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