James Hardie: Aufstockung im Bestand mit Holzrahmenbau und Faserzement-Fassade
(29.05.2026) Ein Dachgeschoss, das fast drei Jahrzehnte leer stand, wurde am Verwaltungsgebäude des Interpares-Mobau Zentrallagers in Euskirchen zu modernen Büroflächen umgebaut – unter Einsatz von Fermacell Gipsfaserplatten und Hardie Panel Faserzementtafeln des Herstellers James Hardie.
Ausgangssituation
Das viergeschossige Verwaltungsgebäude aus den 1980er-Jahren wurde nach strukturellen Veränderungen des Unternehmens ab Mitte der 1990er-Jahre nur noch teilweise von gewerblichen Mietern genutzt. Das Dachgeschoss blieb dabei vollständig ungenutzt. Als eine ansässige Steuerberatungsgesellschaft expandieren wollte und das Dachgeschoss in ihre Mietfläche einbeziehen sollte, zeigte sich schnell, dass eine reine Sanierung nicht ausreichte. Die vorhandene Dachkonstruktion – ein Satteldach mit geringer Dämmqualität und kleinteiligen Öffnungen – entsprach weder bauphysikalisch noch funktional den heutigen Anforderungen. Der Entschluss fiel, das Dachgeschoss vollständig zurückzubauen und auf der bestehenden Rohdecke neu zu errichten.
Holzrahmenbau statt Stahl
Ursprünglich war eine Aufstockung in Stahlleichtbauweise vorgesehen. Realisiert wurde sie schließlich in Holzrahmenbauweise – ausschlaggebend waren das geringe Eigengewicht, die konstruktiven Vorteile im Bestandsbau sowie die Möglichkeit zur Vorfertigung. Sämtliche Holztafelelemente entstanden in den Werkstätten der ADAMS Holzbau-Fertigbau GmbH in Niederzissen und wurden bauabschnittweise per Tieflader angeliefert. Ein speziell entwickeltes Markierungssystem erleichterte die Zuordnung der Elemente vor Ort. Da in den unteren Stockwerken während der gesamten Bauzeit weitergearbeitet wurde, war ein zügiger Bauablauf mit möglichst wenig Lärm besonders wichtig – die Vorfertigung trug wesentlich dazu bei.
Brandschutz und Raumaufteilung mit Fermacell Gipsfaserplatten
Das Gebäude ist der Gebäudeklasse 5 zugeordnet. Für die brandschutztechnisch wirksame Bekleidung der Holzkonstruktion kamen Fermacell Gipsfaserplatten von James Hardie zum Einsatz. Die Platten bestehen ausschließlich aus natürlichen Materialien – recycelte Papierfasern, Gips und Wasser – ohne Leimzusätze und sind nachweislich praktisch emissionsfrei. Unabhängige Institute wie das Institut für Baubiologie und das Kölner eco-Institut haben ihre Umwelteigenschaften zertifiziert; das Institut Bauen und Umwelt (IBU) hat eine Umwelt-Produktdeklaration ausgestellt.
Technisch sind die Platten sowohl tragend als auch aussteifend einsetzbar (Nutzungsklasse 1 und 2 gemäß DIN EN 1995-1) und eignen sich damit auch als Alternative zu Holzwerkstoffplatten. Je nach Konstruktion erreichen sie Feuerschutzklassifizierungen bis F120; nach DIN EN 13501 sind sie als nichtbrennbarer Baustoff der Klasse A2 eingestuft. Im Bereich Schallschutz erzielen normgerecht geprüfte Holzständerwände mit Fermacell Gipsfaserplatten einlagig Schalldämmwerte bis Rw 57 dB, zweilagig bis Rw 68 dB. Die innere Raumaufteilung wurde mit Gipsplatten ausgeführt.
Außenfassade mit Hardie Panel
Die Wahl der nicht brennbaren Baustoffe fiel auf eine hinterlüftete Fassade mit großformatigen Hardie Panel Faserzementtafeln (3.048 mm × 1.220 mm) von James Hardie. Als Baustoff der Klasse A2-s1, d0 sind sie für alle Gebäudeklassen zugelassen. Die Oberflächen sind witterungsbeständig und mit einer lichtechten Farbbeschichtung versehen. James Hardie gewährt eine 15-jährige Garantie gegen Bruch und Abblättern.
Weitere Informationen können per E-Mail an James Hardie angefordert werden.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
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siehe zudem:
- Bestandsumbau, Anbieter von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF) und Fassadensanierung im Fassaden-Magazin bei BAULINKS.de
- Literatur / Bücher über Fassaden bei Baubuch / Amazon.de




