Siemens entwickelt Referenzarchitektur für KI-Rechenzentren
(08.06.2026) Siemens hat gemeinsam mit Nvidia und Fluence ein Referenzdesign für KI-Rechenzentren auf Basis der Plattform Nvidia DSX Vera Rubin entwickelt. Die Architektur richtet sich an Hyperscaler, Colocation-Anbieter und Cloud-Infrastrukturbetreiber und umfasst Energieversorgung, Steuerungstechnik und Netzanbindung für KI-Anwendungen mit hoher Leistungsdichte.
Mit einer Gesamtkapazität von 136 MW und einer IT-Last von 100 MW deckt die Lösung den gesamten Energiepfad vom Netzanschluss über Mittel- und Niederspannungsverteilung bis zur Rack-Ebene ab. Die Architektur ist auf gleichzeitige Wartbarkeit nach Tier-III-Standard ausgelegt und soll eine schrittweise Skalierung von Rechenzentrumsleistungen im zwei- bis dreistelligen Megawattbereich ermöglichen.
Das Referenzdesign berücksichtigt elektrische Designparameter von nVent, um die Kompatibilität mit Nvidia-Workloads sicherzustellen. Erweiterungen für das thermische Management sind vorgesehen. Sara Zawoyski, President nVent Systems Protection: „nVent hat weltweit mehr als zwei Gigawatt an Flüssigkeitskühlleistung installiert. Dank dieser Betriebserfahrung können wir Partnern wie Siemens dabei helfen, Referenzarchitekturen in einsatzfähige thermische Lösungen umzusetzen, die vom ersten Tag an in dieser Größenordnung zuverlässig funktionieren. Plattformen wie Nvidia Vera Rubin NVL72 ermöglichen Rack-Dichten, die weit über das hinausgehen, was herkömmliche luftgekühlte Infrastrukturen bewältigen können.”
Ziel der Referenzarchitektur ist es, die Bereitstellung hochdichter KI-Infrastrukturen zu beschleunigen und gleichzeitig Risiken bei Planung und Umsetzung zu reduzieren. Die Lösung unterstützt Nvidia DSX MaxLPS und soll die verfügbare Rechenleistung innerhalb definierter Leistungsgrenzen maximieren.
Ruth Gratzke, President Siemens Smart Infrastructure USA: „Das umfassende Know-how von Siemens in den Bereichen Energiesysteme und Steuerungstechnik, modulare Infrastruktur, Schutz und industrialisierte Bereitstellung zeigt sich besonders in dieser neuen gemeinsamen Referenzarchitektur. Mit unseren vorgefertigten, werkseitig geprüften Mittel- und Niederspannungs-Skids ist es möglich, den Montageaufwand vor Ort zu minimieren, die Inbetriebnahmezyklen zu verkürzen und die Qualität, Sicherheit und Wiederholbarkeit bei allen Deployments zu verbessern. Darüber hinaus sorgen unsere Automations- und Digital-Twin-Strategien, die in dieser Referenzarchitektur zum Einsatz kommen, dafür, dass Anlagen schneller und mit höherem Token-Produktionspotenzial in Betrieb genommen werden.”
Ein Bestandteil des Konzepts ist zudem die Batteriespeicherplattform Smartstack von Fluence. Sie soll Funktionen wie Spannungs- und Frequenzstützung, Schwarzstartfähigkeit, Lastmanagement und KI-gestützte Lastglättung bereitstellen.
Jeff Monday, Chief Growth Officer bei Fluence: „Unsere Smartstack-Plattform spielt in dieser neuen Architektur eine zentrale Rolle und macht das Stromnetz zu einem wichtigen Faktor bei der Beschleunigung der Berechnungszeit. Durch die Bereitstellung wesentlicher Funktionen wie Spannungs- und Frequenzstützung bei Netzstörungen, Schwarzstartfähigkeit, Intelligentes Lastmanagement und KI-gestützte Lastglättung ermöglichen wir unseren Kunden, die KI-Fabriken der Zukunft schneller und zuverlässiger aufzubauen.”
Ergänzt wird die Architektur durch eine zentrale Data-Center-Management-Suite, die Energieversorgung, Kühlung und IT-Infrastruktur zusammenführt. Siemens bringt dabei sein Portfolio aus Energieverteilung, Automatisierung, Energiemanagementsoftware und digitalen Services für den Betrieb von Rechenzentren ein.
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- technischer Brandschutz, Gebäudeautomation bei Baulinks
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