Tonality-Keramikfassade für ehemaliges Autohaus in Straubing
(16.06.2026) Mit dem Projekt „79 West” wurde an der Regensburger Straße in Straubing ein ehemaliges Autohaus zu einem modernen Geschäftshaus umgebaut und erweitert. Ergänzend entsteht auf dem Areal ein Neubau mit rund 40 Eigentumswohnungen. Ziel der Maßnahme war die Nachverdichtung eines innerstädtischen Grundstücks unter Nutzung bestehender Bausubstanz.
Vertikal strukturierte Keramikfassade
Die neue Gebäudehülle besteht aus einer vorgehängten hinterlüfteten Keramikfassade von Tonality. Charakteristisch sind vertikal ausgerichtete Fassadenelemente mit fein gerillter Kammstruktur und mattschwarzer Oberfläche. Durch Licht- und Schatteneffekte verändert sich die Wirkung der Fassade je nach Tageslicht.
Das architektonische Konzept stammt von Pielmeier Architekten und wurde laut Presseinformation in Abstimmung mit dem Denkmalschutz entwickelt. Unterschiedliche Fensterebenen sowie eine außenbündige Pfosten-Riegel-Fassade im Erdgeschoss greifen die Struktur des ursprünglichen Autohauses auf und übertragen sie in eine neue Gestaltung.
Individuell geplantes Fassadensystem
Für das Projekt kam ein speziell für vertikale Elementverlegung entwickeltes Fassadensystem zum Einsatz. Die Unterkonstruktion besteht aus Konsolen sowie Trag- und Halteprofilen aus Aluminium. Die Konsolen gleichen Unebenheiten der tragenden Wand aus, während die vertikalen Tragprofile die Last der keramischen Elemente aufnehmen und in das Bauwerk ableiten.
Die Befestigung der Keramikplatten erfolgt verdeckt. Laut Hersteller reduziert die Systemunterkonstruktion durch große Spannweiten der Trägerprofile die Anzahl benötigter Konsolen. Das System eignet sich insbesondere für Sanierungs- und Erweiterungsprojekte mit komplexen Geometrien.
Graffitischutz und rückbaubare Konstruktion
Die keramischen Oberflächen verfügen über einen integrierten Graffitischutz. Graffiti sollen sich ohne Spezialreinigung entfernen lassen. Gleichzeitig bietet die vorgehängte hinterlüftete Konstruktion Schutz vor Witterungseinflüssen und trägt zur Energieeffizienz des Gebäudes bei.
Im Zuge der Umnutzung wurde das ehemalige Autohaus bis auf den Rohbau entkernt. Die Werkstatthallen wurden abgerissen und durch einen Erweiterungsbau ersetzt. Teile des Bestandsgebäudes blieben erhalten, um die vorhandene Betonstruktur weiter zu nutzen. Zum technischen Konzept gehören zudem eine Luftwärmepumpe, Photovoltaik und E-Mobilitätsinfrastruktur.
Weitere Informationen können per E-Mail an Leipfinger-Bader angefordert werden.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
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siehe zudem:
- Fassadenverkleidung bei Baulinks
- Literatur / Bücher über Keramikfassade bei Baubuch / Amazon.de


