VHV-Bauschadenbericht Hochbau 2025/26 „Innovation Material” erschienen
(23.08.2026) Neue Baustoffe und die Weiterentwicklung bewährter Materialien wie Lehm, Holz und Ziegel aus Ton stehen im Mittelpunkt des aktuellen VHV-Bauschadenberichts. Auf knapp 350 Seiten bündelt der Bericht aktuelle Schadendaten und -fakten sowie Erkenntnisse, Innovationen und Trends zur Schadenprävention im Hochbau.
Für den aktuellen Bauschadenbericht haben die VHV Allgemeine Versicherung AG und das Institut für Bauforschung e.V. (IFB) mehr als 130.000 anonymisierte Datensätze aus der gewerblichen Haftpflichtversicherung der Jahre 2020 bis 2024 wissenschaftlich ausgewertet. Daraus wurden 48.212 Schadensfälle aus dem Hochbau ausgewählt. Die Datensätze bilden Schäden bei Neubauprojekten ebenso ab wie bei Sanierungen und Umbauten im Bestand.
Dr. Sebastian Reddemann, Sprecher des Vorstandes der VHV Allgemeine Versicherung AG: „Unsere Schadenstatistik zeigt, dass Innovation und Schadenrisiko eng zusammenhängen. Bereits in anderem Kontext getestete Materialien verhalten sich auf einer Baustelle manchmal anders als erwartet”. Daher beschäftigt sich die VHV Allgemeine mit der sorgfältigen Erprobung, zeigt Praxisleitfäden und Weiterbildungsangebote für die ausführenden Gewerke und fördert den ehrlichen Austausch über alles, was funktioniert und was nicht.
„Mit dem VHV-Bauschadenbericht wollen wir dazu beitragen, über die Ursachen von Schäden aufzuklären. Darüber hinaus schaffen wir durch unser Praxiswissen und unsere Schadenexpertise als Versicherer die Grundlage dafür, dass Innovationen am Bau sicher gelingen und neue Materialien ihr volles Potenzial entfalten können.”
Materialien und Baustoffe
In der Bauwirtschaft setzen sich zunehmend neue Baustoffe und Materialien mit einen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung durch. Auch die Kreislaufwirtschaft am Bau gewinnt an Bedeutung.
Anstieg von Schadenzahlen und Schadenaufwänden 2020 bis 2024
Die Schadenzahlen aus dem Bereich der Berufs- und Betriebshaftpflicht im Zeitraum 2020 bis 2024 steigen nahezu linear an, insgesamt um rund 4,5 %. Der Anstieg der Schadenfälle spiegelt die baukonjunkturelle Entwicklung in dem Betrachtungszeitraum des aktuellen VHV-Bauschadenberichts wider: In den Jahren 2020 und 2021 stieg das Bauvolumen an. Es folgte eine pandemiebedingte Auftragsschwäche im Jahr 2022. Der Aufschwung folgte im Jahr 2023, vorwiegend getragen durch den öffentlichen Hochbau. Entsprechend entwickelte sich der Schadenaufwand in dem genannten Betrachtungszeitraum. So ist der Gesamtaufwand für alle in einem Jahr gemeldeten Schadenfälle über den Betrachtungszeitraum 2020 bis 2024 um ein Drittel gestiegen, konkret um 34 % (siehe Abb.06). Auch der durchschnittliche Aufwand je Schadenfall zeigt einen Trend nach oben.
VHV-Bauschadenbericht
Der VHV-Bauschadenbericht 2025/26 ist der 7. Band der Bauschadenberichtreihe. Die VHV Allgemeine und das Institut für Bauforschung e.V. (IFB) geben den VHV-Bauschadenbericht seit 2019 gemeinsam heraus. Er erscheint jährlich abwechselnd mit dem Schwerpunkt Hochbau und Tiefbau.
- Hochbau 2025/26 „Innovation Material”
- Hrsg.: VHV Allgemeine Versicherung AG
- Fraunhofer IRB Verlag
- kostenfreier PDF-Download über bauforschung.de/downloads-oeffentlich
- 344 Seiten
- Printausgabe Softcover, Preis 24,- Euro
- ISBN: 978-3-7388-1085-1 Printausgabe vorbestellbar
- Printausgabe erhältlich bei Amazon und baufachinformationen.de
siehe auch für zusätzliche Informationen:
- VHV Allgemeine Versicherung AG
- Institut für Bauforschung e.V. (IFB)
- Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau (IRB)
ausgewählte weitere Meldungen:
- Fraunhofer IRB: Grundlagen und Fachwissen zu Hochwasserschäden (20.08.2026)
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- VHV-Bauschadenbericht „Tiefbau und Infrastruktur 2024/25” (16.10.2025)
- Kostenfreie PDF mit allgemeinen Hinweisen zur Vermeidung von Pfusch am Bau.
- Tagungsband „Typische Schäden und Problempunkte” erschienen im Fraunhofer IRB Verlag (08.10.2025)
- Nachschlagewerk „Typische Bauschäden im Bild” in 4. Auflage erschienen (04.06.2025)
- Fachdatenbank SCHADIS: Relaunch verbessert Nutzerfreundlichkeit (28.06.2023)
siehe zudem:
- Baumängel bei BAULINKS.de


