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Allplan 2023 verfolgt Multi-Material-Konzept, modelliert schneller, organisiert Baustellen,...

(20.10.2022) Allplan hat die neue Version seiner gleichnamigen BIM-Software für die AEC-Branche vorgestellt. Allplan 2023 wird als verbindende Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Architekten, Ingenieuren, Fertigteilherstellern und Bauunternehmen kommuniziert und ermöglicht eine effiziente Koordination und erweiterte BIM-Workflows. Das Multi-Material-Konzept deckt dabei alles ab ...

  • von Mauerwerk und Ortbeton
  • über Stahl- und Holzbau
  • bis hin - zum ersten Mal - auch Betonfertigteile.

Bilder © Allplan 

Die Möglichkeit, verschiedene Materialien und Bauweisen in einem gemeinsamen Modell zu koordinieren, ermöglicht es Architekten, den wirtschaftlichen und nachhaltigen Einsatz von Baustoffen früher und unter Einhaltung von Umweltauflagen besser zu berücksichtigen. Und die Ingenieure und Bauunternehmen können direkt auf dem Entwurf der Architekten aufbauen und ihn als Grundlage für Statik und Konstruktion, Haustechnik, Vorfertigung und Bauausführung nutzen. Allplan ist angetreten, die Arbeitsabläufe im gesamten Prozess - von der ersten Idee bis zum fertigen Projekt - zu unterstützen und so weitere Zeit-, Kosten- und Materialeinsparungen zu ermöglichen.

„Unsere Unternehmensvision ist es, Allplan zur meistgenutzten zentralen Plattform für die globale AEC-Industrie zu machen, mit der Anwendende nachhaltige, funktionale und herausragende Gebäude und Infrastrukturbauwerke realisieren können", erklärte Allplan-CEO Dr. Detlef Schneider bei der Vorstellung der neuen Version. „Mit Allplan 2023 verfügen wir über eine umfassende Plattform für die effiziente Koordination und interdisziplinäre Zusammenarbeit, die den gesamten Planungs- und Bauprozess vom ersten Entwurf bis zur Ausführungsplanung für die Baustellen- und Fertigteilplanung abdeckt. Allplan ist die AEC-Plattform für gemeinsames Planen und Bauen.“

Key Visual zu Allplan 2023 

Highlights für den Hochbau

Bei der Planung von Gebäuden sind Produktivität sowie die schnelle und einfache Modellierung der Schlüssel zum Erfolg. Die Eigenschaftenpalette wurde in Allplan 2023 überarbeitet, um das Erstellen und Anpassen von Öffnungen in Wänden und Decken komfortabler zu machen. So lassen sich jetzt beispielsweise spezielle Öffnungen wie Eckfenster und Wand- oder Deckenaussparungen sowie deren Unterobjekte wie Stürze, Fälze oder Verblendungen jetzt schneller in den Abmessungen und der Darstellung anpassen.

Aufgrund immer komplexer werdender Bauprojekte und dem Trend zu einer detailgetreueren Planung steigen die Datenmengen kontinuierlich und erfordern eine entsprechend leistungsfähige Software. Eine Herausforderung stellen in diesem Kontext Geländevermessungen oder Punktwolken mit vielen Millionen Punkten dar. Allplan 2023 verarbeitet solche Daten jetzt direkt auf der Grafikkarte. Auf diese Weise lassen sich umfangreiche Datenvolumen ohne Zeitverzögerung oder Speichergrenzen zuverlässig verarbeiten.

Die automatische Bewehrung erlaubt es, wiederkehrende Aufgaben in kurzer Zeit zuverlässig zu erledigen. Mit Allplan 2023 können jetzt sogar mehrere Stützen und Wände eines Typs auf einmal bewehrt werden. Und im Hinblick auf die steigenden Anforderungen in BIM-Projekten wurde die Attribuierung von Bewehrung umfassend überarbeitet. Des Weiteren unterstützt der neue Release-Manager die taktgenaue Bestellung von Bewehrung in Lean-Construction-Projekten.

Massimo Stefani, Architekt und BIM-Berater bei Harpaceas aus Italien, kommentiert: „Mit Allplan 2023 wird eine Reihe neuer Funktionen bereitgestellt, die die Positionierung der Bewehrung noch einfacher, schneller und intuitiver machen, als es bisher möglich war. Zusätzlich zu den zahlreichen PythonParts, die in den Vorgängerversionen entwickelt wurden, ermöglichen die neuen automatischen Bewehrungsfunktionen eine weitere Beschleunigung des Workflows.“

Die exakte Modellierung von Stahlbaukonstruktionen ist eine weitere zeitaufwändige Aufgabe. Mit Allplan 2023 lassen sich nun die Anfangs- und Endformen von Trägerelementen anpassen sowie Bohrungen und Endverbindungen festlegen. Damit können die meisten Stahlverbindungen mit LOD 300 und höher detailliert und so die Präzision und Effizienz der Kommunikation bei der Zusammenarbeit mit Planern, Herstellern, Gebäudetechnikern und anderen BIM-Stakeholdern verbessert werden.

Den Bauherren von kreativen Ideen zu überzeugen, gelingt häufig am besten mit möglichst stimmungsvollen Visualisierungen. In Allplan 2023 wurden deshalb auch die Visualisierungsmöglichkeiten weiterentwickelt. So sind Visualisierungseffekte jetzt auch durchgängig in der Animation sowie mit Realtime Render und CineRender verfügbar. Die Integration der Lumion LiveSync-Anbindung verbessert das Arbeiten bei Visualisierungen, indem Allplan-Szenen und deren Änderungen in Lumion in Echtzeit nachgeführt werden - siehe auch Beitrag „Allplan 2022-Update mit Workflow für Lumion...“ vom 14.4.2022.

Highlights für den Infrastrukturbau

Um die Produktivität bei Infrastrukturprojekten zu steigern, wurden in der neuen Version die Plandarstellung verbessert und automatisiert sowie zusätzliche Komponenten und Ebenen eingeführt. Die Reduktion manueller Arbeitsabläufe verspricht erhebliche Zeitersparnisse. Der reibungslose Datenaustausch wird durch eine IFC-Road-kom­pa­tible Bauwerksstruktur und Attribute unterstützt.

Mit Allplan Bridge 2023 wird die parametrische Modellierung entlang von Achsen um die freie parametrische Modellierung von Grundkörpern wie Prismen sowie die zugehörigen Boole'schen Funktionen erweitert. Damit können Brückenbestandteile, Brückenwiderlager aber z.B. auch Integralbrücken mit höchster Effizienz modelliert werden. Auch die Möglichkeiten zur Berechnung wurden weiter ausgebaut, u.a. für externe Spann­glie­der - siehe auch Nachbarbeitrag „Allplan Bridge 2023 ermöglicht freie parametrische Modellierung“ vom 20.10.2022:

Bitte , um dieses Video anzusehen.
freie parametrische Modellierung erklärt in knapp 2 Minuten

Highlights für die Bauausführung

Besonders bei innerstädtischen Bauvorhaben und Infrastrukturprojekten kommt der präzisen Planung des Baugrubenverbaus eine hohe Bedeutung zu. Allplan 2023 unterstützt diese Aufgaben mit neuen Funktionen zur Planung von Bohrpfahl- und Trägerbohlwänden sowie Bodenankern.

Jede Baustellensituation ist anders und bedarf daher einer individuellen Planung durch die kluge Platzierung von Kränen, Containern oder Zäunen. Allplan 2023 bietet neue Objekte wie den Turmdrehkran mit Kollisionserkennung sowie eine einfache Kapazitätsprüfung. Die Baustelleneinrichtungsobjekte lassen sich linear oder flächig platzieren.

Highlights für die interdisziplinäre Zusammenarbeit

Niemand plant heute ein Projekt völlig allein. Um den Datenaustausch via OPEN BIM und proprietären Formaten bestmöglich zu unterstützen, wurden die Allplan-Schnitt­stellen umfassend aktualisiert. Für IFC, DWG und DGN-Formate verwendet Allplan jetzt die aktuellen Bibliotheken der Open Design Alliance, einem Zusammenschluss von 1250 Unternehmen der Bauindustrie.

Anstatt BCF-Dateien zu importieren und zu exportieren, ermöglicht die Verbindung des Allplan Issue Managers mit dem Solibri BCF Live Connector nun die direkte Übergabe von Issues, die bei der Modellprüfung in Solibri identifiziert wurden, an den Issue-Work­flow in Allplan. Dort können diese dann bewertet und zur Bearbeitung zugewiesen werden - siehe auch Beitrag „Echtzeit-Issue-Workflows zwischen Allplan und Solibri“ vom 7.10.2022.

Weitere Informationen zur aktuellen Allplan-Version können per E-Mail an Allplan angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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