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Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen zur Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft


  

(26.3.2018) Mittelständische und kleine Unternehmen, die die deutsche Bau- und Immobilienwirtschaft prägen, sollen in den kommenden knapp drei Jahren vielfältige Unterstützung erhalten, um den digitalen Wandel angehen und ihn für ihre Geschäftsmodelle erfolgreich nutzen zu können. Fünf Partner bilden dabei das Kern-Konsortium, das das neue Kompetenzzentrum trägt:

Die Hauptpartner des Konsortiums, das das neue Kompetenzzentrum Planen und Bauen trägt, sind Moritz Bischof vom Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim, Hans-Hermann Prüser von der Jade Hochschule Oldenburg, Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Prof. Dr. Klaus Peter Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer Instituts für Bauphysik IBP, Thomas Kirmayr vom Fraunhofer IBP, Michael Heil vom eBusiness-Kompetenzzentrum für Planen und Bauen aus Leverkusen und Stefanie Kabelitz vom Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automation IFF in Magdeburg. 

Weitere Partner ergänzen das Konsortium, das alle Themenbereiche der gesamten Wertschöpfungskette Bau abdecken will. Zugleich verspricht das Partner-Konzept eine flächendeckende regionale Vertretung, damit der Mittelständler, der Handwerker und ebenso der Freiberufler Ansprechpartner in seiner Nähe finden kann. Das neue Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen ist Teil von Mittelstand-Digital und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Anlässlich der Einweihung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Planen und Bauen sagte der Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Stefan Schnorr: „Digitalisierung wird von vielen Mittelständlern noch nicht als Pflichtaufgabe angesehen. Ein ,Weiter wie bisher‘ wird aber zunehmend gefährlich. Deshalb unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen tatkräftig bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und Produktionsmodelle. Gerade die Bau- und Immobilienwirtschaft mit ihrer eher kleinteiligen Struktur hat hier besondere Herausforderungen zu meistern.“

Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, sagte in seiner Keynote zum Start des neuen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Planen und Bauen, Digitalisierung sei keine Frage der Technik, „sondern des Mindsets.“ Er sieht gerade für das deutsche Handwerk enorme Chancen durch Digitalisierung: „Im Handwerk gibt es einen Überschuss an Potential, wenn es darum geht, Roboter und Codes in den täglichen Ablauf zu integrieren. Der Großteil des Potentials ist noch nicht gehoben.“

Thomas Kirmayr vom Fraunhofer Institut für Bauphysik, das als Konsortialführer das neue Kompetenzzentrum Planen und Bauen leitet, sieht die Bau- und Immobilienwirtschaft vor einem fundamentalen Wandel durch die Digitalisierung. Gerade die Kleinteiligkeit der deutschen Bauwirtschaft könne jedoch vorteilhaft sein, sofern es gelinge, die kleine und mittelständisch geprägte heimische Bauwirtschaft besser zu vernetzen. Solche netzwerkartigen Gebilde können im Zeitalter der Digitalisierung agiler handeln als große Unternehmen, betonte Thomas Kirmayr. Der Leiter des Fraunhofer Instituts für Bauphysik, Prof. Dr. Klaus Peter Sedlbauer sagte, das neue Mittelstand 4.0-Kom­pe­tenz­zentrum Planen und Bauen werde daran mitwirken, „einen Weg zu finden, um die Digitalisierung auf die Straße zu bringen.“ Im Vordergrund stünden konkrete, wertschöpfende Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen wird drei Jahre lang vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, die Gesamtfördersumme liegt bei rund 5,2 Millionen Euro. Insgesamt sind mehr als ein Dutzend starker und kompetenter Partner in ganz Deutschland an dem neuen Kompetenzzentrum beteiligt, um möglichst alle Aspekte der Digitalisierung für die vielfältigen Leistungen und Aufgabenbereiche der Bau- und Immobilienwirtschaft abdecken zu können.

Was ist Mittelstand-Digital?

Mittelstand-Digital informiert kleine und mittelständische Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Regionale Kompetenzzentren helfen vor Ort dem kleinen Einzelhändler genauso wie dem größeren Betrieb mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und praktischen Beispielen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenlose Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital.

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