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Einsparpotenzial durch Trennung von Heizung und Warmwasser in der Quartiersentwicklung

(05.05.2026) In der aktuellen Quartiersentwicklung wird die Wärmepumpe überwiegend für die Raumheizung eingesetzt. Das vollständige Einsparpotenzial zeigt sich jedoch erst, wenn Heizung und Warmwasserbereitung konsequent getrennt werden. Ein Projekt aus Berlin-Falkensee soll verdeutlichen, dass sich das KfW-55-EE-Niveau durch den Einsatz dezentraler elektrischer Durchlauferhitzer wirtschaftlich erreichen lässt.

(Bild: Clage.de) 

Im Wohnungsbau hat sich die strombasierte Wärmepumpe als Standard etabliert. In der praktischen Anwendung treten jedoch Effizienzeinbußen auf: Mit steigender Vorlauftemperatur sinken Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit. Wird zusätzlich die zentrale Trinkwassererwärmung übernommen, sind aus hygienischen Gründen dauerhaft Temperaturen von über 60 °C erforderlich, um Legionellenbildung zu vermeiden. Dies führt zu erhöhten Energieverlusten bei Speicherung und Verteilung sowie zu einer geringeren Jahresarbeitszahl der Anlage.

Energieeinsparung durch Systemtrennung

Ein zentraler Ansatz zur Effizienzsteigerung ist die Trennung von Heizung und Warmwasserbereitung. Die Wärmepumpe stellt dabei lediglich Niedertemperaturen von etwa 28 °C bis 35 °C für die Raumheizung bereit. Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral und bedarfsgerecht über elektrische Durchlauferhitzer. Dadurch wird nur die tatsächlich benötigte Wassermenge erwärmt. Verluste in Leitungen entfallen ebenso wie die Verpflichtung zur regelmäßigen Legionellenprüfung in zentralen Großanlagen. Auf diese Weise lässt sich der Gesamtenergiebedarf um mindestens 40 % reduzieren.

Bei langen Leitungswegen kann ein zusätzlicher Durchlauferhitzer Abhilfe schaffen. (Bild: Clage.de) 

Praxisbeispiel: „Nine West Living” in Falkensee

Das Neubauquartier „Nine West Living” bei Berlin zeigt die Umsetzung dieses Konzepts im größeren Maßstab. In dem Projekt mit 317 Wohnungen wird ein integriertes Versorgungskonzept verfolgt:

  • Heizung: Luft-Wasser-Wärmepumpen übernehmen die Raumheizung in den einzelnen Gebäuden. Der benötigte Strom wird teilweise durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern erzeugt.
  • Warmwasser: Insgesamt 337 elektrische Komfort-Durchlauferhitzer (Typ DCX Next) von Clage sorgen in Bädern und Küchen für die Warmwasserversorgung.

Technische Ausführung und Betriebssicherheit

Die eingesetzten Durchlauferhitzer verfügen über ein Blankdraht-Heizsystem (IES), das Kalkablagerungen reduziert und die Lebensdauer erhöht. Flexible Montagemöglichkeiten erleichtern die Installation, auch in verdeckten Bereichen. Sensorbasierte Regelungen gewährleisten konstante Temperaturen selbst bei schwankendem Wasserdruck und ermöglichen den Einsatz mit wassersparenden Armaturen.

Weitere Informationen können per E-Mail an Clage angefordert werden.

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