Knauf Warm-Wand Plus für Studentenapartments in Berlin-Lichtenberg
(01.06.2026) In der Berliner Rhinstraße entstanden innerhalb von 20 Monaten zwei Wohnhochhäuser mit insgesamt 530 Apartments für Studierende sowie zusätzlichen Kita- und Gewerbeflächen. Das Projekt wurde in modularer Bauweise mit vorgefertigten Betonmodulen der Lechner Group umgesetzt. Für die Fassadendämmung kam das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) Knauf Warm-Wand Plus zum Einsatz.
Die beiden elfgeschossigen Gebäude bieten rund 17.000 m² Wohnfläche für etwa 800 Studierende. Grundlage des Baukonzepts sind industriell vorgefertigte Module („Lechner Cube”), die unter kontrollierten Bedingungen im Werk produziert und auf der Baustelle montiert wurden. Die Vorfertigung lief parallel zu Erschließung und Fundamentarbeiten. Durch den Vorfertigungsgrad von rund 90 % konnten witterungsbedingte Verzögerungen reduziert werden.
Beim sogenannten Glockenguss-Verfahren werden fünf der sechs raumbildenden Seiten eines Moduls in einem Arbeitsgang erstellt. Die in Berlin eingesetzten Module verfügen über Wohnflächen zwischen rund 17 m² und 19 m². Leitungen, Anschlüsse, Bad, Pantryküche sowie Oberflächen waren bereits werkseitig integriert.
Für die Außendämmung der Betonfassaden wurde Knauf Warm-Wand Plus mit Mineralwolle verbaut. Das System erfüllt die hohen Anforderungen an den Brandschutz und eignet sich insbesondere für Hochhäuser. Die verwendeten Mineralwolleplatten sind nicht brennbar (Baustoffklasse A1). Zudem verbessert die Dämmung den Schallschutz um bis zu 16 dB.
Insgesamt wurden rund 12.000 m² Fassadenfläche innerhalb von sechs Monaten gedämmt und verputzt. Auf den meisten Wandflächen kamen Mineralwolleplatten MW Wolle 035 in 260 mm Stärke zum Einsatz, an den Giebelseiten 300 mm starke Dämmplatten. Die Befestigung erfolgte mit Klebe- und Armiermörtel Knauf SM300 sowie zusätzlich mit versenkten Schraubdübeln aufgrund der Gebäudehöhe und Windlasten. Zur Minimierung von Wärmebrücken wurden Knauf STR Rondelle MW verwendet.
„Die Verarbeitung von Knauf Warm-Wand ging gut von der Hand. Lediglich die Dämmstoffdicke von 300 mm an den Giebelseiten war eine Herausforderung”, beschreibt Fachunternehmer Murat Bakis.
Besonderes Augenmerk galt den Anschlüssen an die kontrollierte Be- und Entlüftung der Wohnmodule sowie weiteren Fassadendetails. Für schlagregendichte Fensteranschlüsse wurde das flexible Fensteranschlussprofil mit Schattenfuge und Fugendichtband eingesetzt. Als Oberputz kam der mineralische Universal-Scheibenputz SP 260 Pro mit 2 mm Körnung zum Einsatz. Die Fassade erhielt abschließend einen Anstrich mit Knauf Siliconharz-EG-Farbe.
Das Gebäude erfüllt den Standard BEG-Effizienzhaus 40. Zur Deckung des Anteils erneuerbarer Energien wurde eine Wärmepumpe installiert, die Wärme aus Grauwasser nutzt. „Es war das erste Projekt, das wir mit Knauf Warm-Wand Plus gedämmt haben und wir sind zufrieden. Zurzeit wird ein weiteres Objekt von uns in Berlin damit gedämmt”, berichtet Christian Hanisch von der Lechner Group.
Bautafel:
- Bauherr: Berlinova Immobilien Gesellschaft mbH, Berlin
- Generalübernehmer: Lechner Immobilien Devolopment GmbH, Frankfurt am Main, Christian Hanisch, Technischer Leiter Modulares Bauen
- Fachunternehmer: Bakisch Bau GmbH, Berlin, Geschäftsführer Murat Bakis
- Knauf Fachberater: Jörg Freimuth, Gebietsleiter Berlin
- Produkte: Knauf Warm-Wand Plus MW Wolle 035, Knauf SM300, Armiergewebe 5x5 mm, Knauf STR Rondelle MW, Knauf Fensteranschlussprofil Flexibel, Knauf Fugendichtband FD, Knauf SP 260 Pro, Siliconharz-EG-Farbe
Weitere Informationen können per E-Mail an Knauf Gips angefordert werden.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
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siehe zudem:
- WDVS im Fassaden-Magazin bei BAULINKS.de
- Literatur / Bücher über WDVS und Dämmung bei Baubuch / Amazon.de




