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Deutlicher Anstieg der Baupreise im Mai 2026

(24.06.2026) Die hohen Baukosten sind weiterhin ein wesentlicher Grund für den rückläufigen Wohnungsbau. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verteuerten sich zuletzt energie- und erdölbasierte Baustoffe besonders stark. Auch energieintensiv hergestellte Materialien wie Flachglas wurden deutlich teurer (+15,4 %), was sich unter anderem auf Fenster und Türen auswirkt.

Preise für Baumaterialien Mai 2026 gegenüber Mai 2025


Metalle, Holz, Kunststoffe und mineralische Baustoffe

Bei Holz gab es deutliche Preissteigerungen:

  • Dachlatten +11,8 %
  • Bauschnittholz +11,4 %
  • Konstruktionsvollholz +7,5 %

Die Preise für Metalle, deren Herstellung ebenfalls energieintensiv ist, stiegen im Mai 2026 insgesamt um 11,1 %, darunter:

  • kaltgewalzte Bleche +9,9 %
  • Betonstahl in Stäben +5,0 %
  • Rohre oder Hohlprofile aus Eisen oder Stahl +1,6 %
  • Betonstahlmatten +1,0 %
  • Stabstahl -0,3 %
  • Weißblech -1,1 %.

Die Preise für Baubedarfsartikel aus Kunststoff wie Fenster- und Türverkleidungen erhöhten sich um 3,5 %, darunter:

  • Fensterläden und Jalousien +3,8 %
  • Sanitärausstattung wie Badewannen und Duschen +3,2 %

Ebenso stiegen die Preise für viele mineralische Baustoffe, darunter:

  • Kalk und gebrannter Gips +4,3 %
  • Bausand +3,1 %
  • Frischbeton +2,5 %
  • Wand-, Bodenfliesen und -platten +1,8 %
  • Dachziegel aus keramischen Stoffen +0,6 %
  • Zement +0,4 %

Vor der Energiekrise: Preise für Baumaterialien 2025 gegenüber 2021

Mittelfristig gesehen lag das Preisniveau für fast alle Baumaterialien im Jahr 2025 über dem Niveau vor der Energiekrise 2022 (Basis: Preise aus dem Jahr 2021), darunter:

  • Kalk und gebrannter Gips +77,3 %
  • Zement +57,7 %
  • Bausand +42,6 %
  • Frischbeton +35,3 %
  • Dachziegel +42,4 %
  • Wand-, Bodenfliesen und -platten +27,0 %
  • Flachglas +20,5%
  • Baubedarfsartikel aus Kunststoff insgesamt +18,9 %
  • Fensterläden und Jalousien +22,3 %
  • Badewannen, Duschen oder Waschbecken +21,0 %
  • Fenster- und Türenverkleidung +18,6 %
  • Bodenbeläge, Wand- und Deckenverkleidungen aus Kunststoff +18,5 %

Auch der Innenausbau kostete im Jahr 2025 mehr als im Jahr 2021:

  • Armaturen +27,7 %
  • Tapeten +27,3 %
  • Teppiche und textile Fußbodenbeläge +26,0 %
  • Parkettböden +24,4 %
  • Anstrichfarben +21,5 %
  • Dämm- und Leichtbauplatten +21,4 %.

Metalle zeigten ein uneinheitliches Bild, verteuerten sich aber im Jahresdurchschnitt 2025 um 14,3 % gegenüber dem Jahr 2021, darunter:

  • Rohre oder Hohlprofile aus Eisen oder Stahl +31,9 %
  • Stabstahl +9,9 %
  • kaltgewalzte Bleche -14,6 %
  • Betonstahl in Stäben -13,0 %
  • Weißblech -4,5 %

Mittelfristige Preisrückgänge gab es bei Baumaterialien aus Holz:

  • Dachlatten -14,1 %
  • Konstruktionsvollholz -13,2 %)
  • Bauschnittholz -1,2 %

Zum Vergleich: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt stiegen im Jahr 2025 gegenüber 2021 um 26,2 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise legten sie im selben Zeitraum um 19,6 % zu.

 

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