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Kühlen mit der Wärmepumpe: Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen

(09.07.2026) Nicht nur die Durchschnittstemperaturen steigen, auch längere Hitzeperioden und Extremtemperaturen treten immer häufiger auf. Für die Temperierung von Wohnräumen ist jedoch nicht zwingend eine separate Klimaanlage erforderlich. Nach Angaben von Stiebel Eltron können viele Wärmepumpen neben dem Heizbetrieb auch zur Raumkühlung eingesetzt werden.

Reversible Wärmepumpen können im Sommer Wärme aus dem Gebäude aufnehmen und nach außen abführen. (Bild: Stiebel Eltron) 

Henning Schulz, Sprecher des Unternehmens, erklärt: „Die Wärmepumpe, die eigentlich als Heizungsanlage für warme Temperaturen in der kalten Jahreszeit zuständig ist, kann auch die Kühlung der Räume übernehmen.”

Wärmepumpe transportiert Wärme nach außen

Im Heizbetrieb entzieht die Wärmepumpe der Umwelt Wärmeenergie, hebt deren Temperaturniveau an und überträgt sie auf das Heizungswasser. Im Kühlbetrieb läuft dieser Prozess umgekehrt ab: Kaltes Heizungswasser nimmt Wärme aus den Räumen auf, die Wärmepumpe entzieht dem Wasser diese Energie und gibt sie auf höherem Temperaturniveau an die Außenluft ab. Anschließend kann das abgekühlte Heizungswasser erneut durch das Gebäude zirkulieren.

Reversible Wärmepumpe und geeignete Installation erforderlich

Damit eine Wärmepumpe auch kühlen kann, müssen verschiedene technische Voraussetzungen erfüllt sein. Erforderlich ist zunächst ein reversibler Kältekreislauf, der den Betrieb in beide Richtungen ermöglicht. Nach Angaben von Stiebel Eltron gehört diese Funktion bei den aktuellen Luft-Wasser-Wärmepumpen der WPL-A-Plus-Serie zum Standard.

Darüber hinaus müssen Pufferspeicher und Rohrleitungen für den Kühlbetrieb ausgelegt sein. Da kaltes Heizungswasser transportiert wird, ist eine dampfdiffusionsdichte Dämmung erforderlich, um Kondensatbildung zu verhindern. Zusätzlich wird mindestens in einem Raum eine Fernbedienung mit Luftfeuchtesensor benötigt. Sie passt die Temperatur des Heizungswassers kontinuierlich an die Luftfeuchtigkeit an und verhindert dadurch ebenfalls Kondenswasser.

Flächenheizungen eignen sich besonders

Die Kühlfunktion lässt sich besonders einfach in Verbindung mit Flächenheizungen wie Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen umsetzen. Aufgrund der großen Wärmeübertragungsflächen reichen vergleichsweise geringe Temperaturunterschiede zwischen Heizungswasser und Raumluft aus. Henning Schulz erklärt: „Durch die großen Flächen, über die Wärmeenergie an das Heizwasser übertragen wird, braucht es dabei keine zu kalten Wassertemperaturen.” Auch ohne Flächenheizung sei eine Kühlung grundsätzlich möglich. Dafür seien jedoch spezielle Heizkörper oder zusätzliche Geräte sowie weitere bauliche Maßnahmen erforderlich.

Fachpartner beraten zur Nachrüstung

Für Planung, Installation oder Nachrüstung der Kühlfunktion verweist Stiebel Eltron auf sein Fachpartnernetzwerk. Über die Fachpartnersuche auf der Unternehmenswebsite können Interessierte SHK-Fachbetriebe in ihrer Region finden, die zur Auslegung einer Wärmepumpe und ihrer Kühlfunktion beraten.

Weitere Informationen können per E-Mail an Stiebel Eltron angefordert werden.

 

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