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ZDB sieht 2008 Null-Wachstum

(17.2.2008) "Für das Bauhauptgewerbe ergibt sich in diesem Jahr die Chance zur Stabilisierung des Branchenumsatzes bei 81,7 Mrd. Euro, d.h. bei plus / minus Null. Je nachdem, wie die Bestandsmaßnahmen zulegen, kann die Beschäftigtenzahl gehalten werden. Vorerst gehen wir von 707.000 Beschäftigten aus. Das ist gegenüber 2007 ein Rückgang um 7.000 Personen bzw. knapp 1%.” Mit diesen Worten skizzierte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, die Entwicklung des Bauhauptgewerbes in diesem Jahr.

Belastet wird das Baujahr allerdings durch die Entwicklung im Wohnungsneubau. Aufgrund des Einbruchs der Baugenehmigungen in 2007 werden Umsätze in Höhe von 2,3 Mrd. Euro fehlen. "Insgesamt erwarten wir im Wohnungsbau einen Umsatz von 23,4 Mrd. Euro, das sind allerdings 9 % weniger als im vorigen Jahr.” So Loewenstein weiter.

Der Wirtschaftsbau könnte angesichts einer stabilen Auftragsentwicklung und einer deutlichen Zunahme des Genehmigungsvolumens für gewerbliche Gebäude auch 2008 die erfolgsträchtigste Bausparte sein. Der gewerbliche Bau werde deshalb spürbar zunehmen und ein Gegengewicht zum nachlassenden Wohnungsneubau bilden. "Unsere Umsatzerwartung liegt für den gewerblichen Bau bei 32,7 Mrd. Euro, das wäre eine Zunahme um 4,8 % gegenüber 2007,” erklärte der ZDB-Präsident.

Auch der öffentliche Bau werde in diesem Jahr zulegen. Denn im vergangenen Jahr gestaltete sich der öffentliche Gesamthaushalt erstmals ausgeglichen. Dazu trugen vor allem die Kommunen mit einem Überschuss von 7,1 Mrd. Euro bei.

Die derzeitigen Ansätze für 2008 zeigen eine Zunahme der Baumaßnahmen um 8,2 % auf dann 17,1 Mrd. Euro. Sollte der Bund die Aufstockung des Ausgabensolls für Baumaßnahmen um rund 500 Mio. Euro auf 5,8 Mrd. Euro realisieren, könnten die Bauunternehmen auch im öffentlichen Bau merklich höhere Umsätze in 2008 erwarten, und zwar 25,6 Mrd. Euro (= +3,2%).

Loewenstein beklagte dennoch die Entwicklung im Straßenbau. Bereits seit Oktober / November ist die Ausschreibung neuer Projekte ins Stocken geraten, so dass die Auftragsbestände der Firmen wieder zurück gehen und der Preiskampf erneut Nahrung bekommt. Bei steigenden Kosten zeigten die Preise wieder nach unten. Loewenstein forderte daher die öffentliche Hand auf, Baumaßnahmen zügig auszuschreiben und nicht, wie oft in der Vergangenheit, bis Mitte des Jahres zu waren.

Zum abgelaufenen Baujahr 2007 erklärte Loewenstein, dass die Bauinvestitionen gegenüber dem Vorjahresvolumen real um +2% anstiegen. Im Wirtschaftsbau sei das Wachstum mit real +4,5% am höchsten gewesen. Auch die öffentlichen Bauinvestitionen wurden mit real +3,9% beachtlich ausgeweitet. Die Investitionen in Wohnbauten hielten mit real +0,3% dagegen nur das Niveau des Vorjahres.

"Bei der Beschäftigung wird unsere letzte Prognose von 714.000 Personen wohl mit dem Ist übereinstimmen. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies eine Zunahme um 4.000 Beschäftigte. Die von uns prognostizierten 1,5% Wachstum werden sich als zu hoch erweisen. Bis einschließlich November haben wir einen Netto-Umsatz in Höhe von 72,9 Mrd. Euro erwirtschaftet, so dass wir wohl einen Jahresumsatz zwischen 81,5 bis 82 Mrd. Euro erreichen werden. Das wäre ein Anstieg von schon nominal nur 0,6%.” So Loewenstein.

Damit konnten die Betriebe des Bauhauptgewerbes das im Jahr 2006 sprunghaft gestiegene Umsatzvolumen halten. Dies ist allein der Entwicklung im Wirtschaftsbau (+4,2%) und im öffentlichen Bau (+2,2%) zu verdanken. Der Umsatz im Wohnungsbau ging demgegenüber um 4,7 % zurück.

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