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Guter baugewerblicher Start ins Baujahr 2012

(25.3.2012) Das deutsche Bauhauptgewerbe ist gut in das Jahr 2012 gestartet. Die erfreuliche Entwicklung des vergangenen Jahres - die Branche hat 2011 das beste Umsatzergebnis seit Anfang der 90er Jahre erzielt - hat sich auch im Januar fortge­setzt: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lagen im Januar ...

  • der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe nominal um 19,5%
  • der Auftragseingang um 18,6% über den entsprechenden Vorjahreswerten und
  • die Zahl der Beschäftigten legte um 2,6% bzw. 17.800 Personen auf 704.500 Beschäftigte zu.

Der Hauptverband führt dies auch auf die gute Witterung und einen zusätzlichen Ar­beitstag im Januar zurück.

Wohnungsbau als Lokomotive

Triebfeder der Entwicklung im Januar war einmal mehr der Wohnungsbau, der sowohl beim Auftragseingang (+34,8%) als auch beim baugewerblichen Umsatz (+28,6%) die höchsten Wachstumsraten aufwies. Hier schlugen sich die deutlich gestiegenen Bau­genehmigungen aus dem Vorjahr nieder: Die Zahl der genehmigten Wohnungen in neu­en Wohngebäuden stieg 2011 um 22%. Insbesondere der Mehrfamilienhausbau profi­tierte von der gestiegenen Nachfrage nach Sachwerten: Die Genehmigungen legten um 27% zu - siehe auch Baulinks-Beitrag "21,7% mehr genehmigte Wohnungen im Jahr 2011" vom 18.3.2012.

Wirtschaftsbau zweistellig im Plus

Positiv war auch die Entwicklung im Wirtschaftsbau: Auftragseingang (+12,4%) und baugewerblicher Umsatz (+21,2%) legten im Januar deutlich zu. Auch die Perspektiven bleiben vorerst positiv: Das Volumen der Baugenehmigungen für Wirtschaftsbauten (veranschlagte Baukosten) ist im Gesamtjahr 2011 um 25% gestiegen; insbesondere das Segment Fabrik- und Werkstattgebäude zog kräftig an (+45%).

mehr Aufträge im Öffentlichen Bau

Der Öffentliche Bau profitierte zu Jahresbeginn von Großprojekten im sonstigen Tief­bau: Die Baubetriebe verzeichneten einen starken Anstieg des Auftragseingangs um 19,4%. Demgegenüber legte der Umsatz nur vergleichsweise leicht zu (+5,7%). Hier wirkten sich der Rückgang der Ordertätigkeit (3,9%) und der Einbruch bei den Bauge­nehmigungen (18%) im vergangenen Jahr negativ aus.

(K)ein Trend für das gesamte Jahr?

Der Hauptverband warnt davor, diese Zahlen bereits als Trend für das gesamte Jahr zu interpretieren. Der Anteil des Monats Januar am Jahresumsatz liegt nicht einmal bei fünf Prozent. Zudem wurde das Ergebnis durch einen Arbeitstageeffekt beeinflusst: Den Bauunternehmen stand im Januar dieses Jahres ein Arbeitstag mehr zur Verfügung als im Vergleichsmonat 2011 - dies erhöht die Produktion um ca. 5%. Hinzu kam, dass die Unternehmen im Januar 2012 - das zweite Jahr in Folge - von einem vergleichs­weise milden Winter profitierten und die hohen Auftragsbestände abarbeiten konnten. Die witterungsbedingten Einbrüche im Januar der Jahre 2009 und 2010 wurden nahezu ausgeglichen - der Umsatz erreichte mit 4,3 Mrd. Euro wieder das Niveau von Januar 2008.

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